Analysten Empfehlungen am Nachmittag

Die BGB stuft Thyssen auf "Halten". Schlechte Noten bekommt France Telecom.

Die Analysten der Bankgesellschaft Berlin empfehlen, die Aktie von ThyssenKrupp (750 000) zu halten. Der Konzern will 51 Prozent des Bereichs Federung und Stoßdämpfer von Magneti Marelli erwerben. Hauptkunde ist die bisherige Muttergesellschaft Fiat. Der Kauf hängt von einer erfolgreichen Due-Dilligence-Prüfung ab und wird voraussichtlich im Sommer 2001 abgeschlossen sein. Bis 2004 können dann die restlichen Anteile erworben werden. Das gesamte Transaktionsvolumen (für 100%) wird zwischen 450-550 Millionen Euro liegen.

Die Analysten der BGB werten diesen möglichen Deal als positiv. Durch den Zukauf von elektronischem Know-how wird die Systemzulieferung gestärkt und die Position beim Kunden entscheidend verbessert. Aktuell wird die Kursentwicklung jedoch von der Diskussion um die US-Konjunktur dominiert, da ThyssenKrupp stark vom nordamerikanischen Markt abhängig ist. Die BGB erwartet daher nur eine marktkonforme Kursentwicklung.

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Medigene: Chancen in Krebstherapie / Halten (Merck Finck)

Die Analysten von Merck Finck & Co. raten, Medigene (502 090) zu halten. Das Unternehmen gab erste Erfolge mit den klinischen Versuchen ihres Krebs-Medikamentes in der ersten Phase bekannt. Das Medikament, NV1020, sei eine neue Sorte von Therapeutikum, die auf einem genetisch behandelten Herpes Simplex Virus basiere.

Das zweite Medikament, das auf dieser Technologie beruhe, G207 gegen Hirntumor, habe soeben die ersten klinischen Versuche erfolgreich bestanden. Die Analysten hielten dies für eine positive Neuigkeit, und zudem sei die Funktions- und Wirkungsweise des Medikamentes vielversprechend. Für ein Produkt in der ersten Testphase bestehe allerdings immer noch ein hohes Risiko.

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France Telecom Mobilfunk unter Druck / Untergewichten (Delbrück)

Die Analysten von Delbrück Asset Management haben die France Telecom (906 849) auf Untergewichten eingestuft. Der französische Telekommunikationsanbieter habe im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinnzuwachs von 37 Prozent verbucht. Dies habe hauptsächlich an der Mobilfunksparte gelegen, sowie an der internationalen Expansion des Unternehmens. Aufgrund der im Konkurrenzvergleich schwachen Globalisierungsstrategie rechnen die Analysten von Delbrück aufgrund der schlechten Stimmung auf den Märkten nur mit einer unterdurchschnittlichen Performance der Aktie.