Micrologica Privatinvestor droht Kündigung der Kreditlinie an

Der Softwarefirma droht der Bankrott. Investoren wollen vereinbarte Kredite nicht mehr zahlen.

Bargteheide – Micrologica droht nach eigenen Angaben die Zahlungsunfähigkeit. Wie das Unternehmen mitteilte, will ein Privatinvestor sein Angebot eines Kredits über zwei Millionen Euro möglicherweise zurückziehen. Die Aktie brach am Donnerstag um mehr als 60 Prozent ein.

Wie der Hersteller von Call-Center-Software ad hoc mitteilte, bezieht sich die Androhung auf die zuvor am Nachmittag eingegangene Nachricht einer internationalen Unternehmensgruppe aus der Call-Center-Branche, die mit Micrologica vor mehreren Wochen aufgenommenen Gespräche über eine Beteiligung beziehungsweise eine Kooperation mit dem norddeutschen Unternehmen zu beenden. In den vergangenen Monaten hatte Micrologica mehrfach vergeblich versucht, einen neuen Investor zu finden.

Aufgrund der angedrohten Kündigung droht dem am Neuen Markt notierten Unternehmen den weiteren Ad-hoc-Angaben zufolge die Zahlungsunfähigkeit. Die absehbaren Verbindlichkeiten könnten mutmaßlich nicht zeitgerecht durch ausreichende liquide Mittel gedeckt werden.

Micrologica ist im September 1998 an den Neuen Markt gegangen. Die Aktie erreichte im vergangenen Jahr einen Höchststand von über 120 Euro. Mittlerweile ist das Papier weniger als 1 Euro wert.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.