Analysten Empfehlungen am Vormittag

Delbrück empfiehlt DaimlerChrysler mit "Übergewichten". Ebenfalls im Visier: L'Oréal und Plambeck.

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) rechnet beim weltgrößten Kosmetikhersteller L'Oréal (853 888) mit schwächeren Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn. Zudem sei der Titel aktuell "sehr hoch bewertet", hieß es in einer am Montag veröffentlichten Studie. Analystin Barbara Ambrus stuft die Aktie des französischen Unternehmens weiter als "Marketperformer" ein.

Bedingt durch eine schwächere Konjunktur in den USA und der absehbaren Wechselkurs-Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr prognostiziert die Analystin ein Umsatzwachstum von rund elf Prozent. Angesichts vermutlich weiter steigender Finanzierungskosten für die getätigten Akquisitionen werde sich das Gewinnwachstum um 12 Prozent bewegen.

(Chart)

DaimlerChrysler: Erwartungen erfüllt / "Übergewichten" (Delbrück)

Auf der Bilanzpressekonferenz von DaimlerChrysler (710 000) sind am Montag die Erwartungen von Delbrück Asset Management erfüllt worden, so dass für die Aktie des Unternehmens weiter eine "Übergewichtung" empfohlen wird. "Ich denke schon, dass die Maßnahmen dazu geeignet sind, Chrysler aus der Verlustzone zu bringen. Wenn Schrempp dieses Meisterstück nicht gelingt, dann haben wir im nächsten Jahr wahrscheinlich einen neuen Vorstandschef", sagte Analyst Robert Halver.

Von den am Montag in Sindelfingen vorgestellten "Restrukturierungsplänen" hat Robert Halver eigentlich nicht viel mehr erwartet. Seiner Meinung nach steht Jürgen Schrempp nun "mit dem Rücken zur Wand". Vor allem, dass künftig beim Austausch von Autoteilen untereinander keine Berührungsängste mehr bestehen, bezeichnet Halver als einen sinnvollen Synergieeffekt: "Wenn man Motoren von Mercedes-Fahrzeugen auch bei Chrysler-Fahrzeugen einbaut, dann ist das ja nichts Schlimmes, erstens wird dadurch ein Chrysler aufgewertet, und zweitens sorgt das - wie schon ähnlich bei VW – für erhebliche Kosteneinsparungseffekte".

(Chart)

Plambeck: Langfristige Wachstumschancen / "Kauf" (Hornblower Fischer)

Hornblower Fischer hat die Aktie der am Neuen Markt notierten Plambeck Neue Energien (691 032) als spekulativen Kauf ("Trading Buy") empfohlen. Nach dem Ausstieg aus dem Stromhandel könne das Unternehmen eine überplanmäßige Geschäftsentwicklung vermelden, hieß es in einer am Montag veröffentlichten Kurzstudie. Die Aktie des Windparkspezialisten sei langfristig ein "Kauf" und biete kurzfristig Chancen.

Allein die Übernahme der nicht börsennotierten Norderland Nature Energy bringe Plambeck ein zusätzliches Projektvolumen von rund 500 Millionen Mark. Da Norderland erst ab 2001 ergebniswirksam werde, könne mit einem weiteren Wachstumsschub bei Umsatz und Gewinn gerechnet werden. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 20 auf Basis von 2002 sei die Aktie "nicht zu teuer".

(Chart)

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.