Analysten Empfehlungen am Nachmittag

Hornblower stuft die T-Aktie herab. SES und WGZ halten Heyde und UBS für interessant.

Die Analysten von Hornblower Fischer haben die Aktien der Deutschen Telekom (555 730)von „Akkumulieren“ auf „Halten“ herabgestuft. Das Bonner Unternehmen wolle sich von einem erheblichen Teil des Immobilienvermögens trennen. Der erwartete verminderte Erlös werde in der Bilanz 2000 zu einer pauschalen Wertberichtigung vor Steuern in Höhe von zwei Milliarden Euro führen. Der vor einem Monat gemeldete Konzernüberschuss reduziere sich um 2,5 Milliarden Euro auf nur noch 5,9 Milliarden Euro.

Zudem habe die Telekom den Verkauf ihres Sprint-Anteils im Wert von rund 2,1 Milliarden Euro bei der US-Börsenaufsicht SEC beantragt. Das Verhältnis der Vermögensgüter zu den Verbindlichkeiten des Konzerns stehe immer ungünstiger. Die Analysten stufen die T-Aktie auf „Halten“ zurück, nachdem der Kurs von 31 Euro nach unten durchbrochen worden ist. Die Analysten raten zu einer abwartenden Haltung.

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Heyde: Besser als Erwartungen / „Outperformer“ (SES)

Nach Ansicht von SES Research leide das Softwareunternehmen, das unter anderem Softwaresysteme für E-Finance und Zulieferlogistik produziert, unter einem "Informationsvakuum". Heyde (602 670) wird am 28. Februar vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2000 vorlegen. Die Analysten von SES rechnen zwar mit schwachen Zahlen, glauben jedoch, dass das Papier von konkreten Informationen profitieren wird.

Seit ersten Spekulationen über schlechte Zahlen hat die Aktie mehr als 40 Prozent ihres Wertes verloren. Dies ist nach Ansicht von SES ein Kursniveau, welches sich nur bei exorbitanter Unterschreitung der Erwartungen und vor allem im Falle eines sehr reservierten Ausblicks rechtfertigen lasse. Dies erscheine allein vor dem Hintergrund des relativ klassischen Geschäftsmodells von Heyde unwahrscheinlich. Die Aktie werde derzeit lediglich mit dem 1,1-fachen des für 2001 erwarteten Umsatzes bezahlt. SES stuft das Unternehmen daher mit Outperformer ein.

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UBS Warburg: Gut aufgestellt / „Outperformer“ (WGZ)

Die größte Bank der Schweiz ist kräftig gewachsen. Die Übernahme des US-Brokers Paine Webber hat dazu beigetragen. Mit einem Konzerngewinn, der um 26 Prozent auf rund. 7,8 Milliarden Schweizer Franken gestiegen ist, wurde nach Ansicht der WGZ-Analysten ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Wachsen wolle UBS (656 353) vor allem im Bereich der sehr vermögenden Privatkunden. Zu diesem Zweck soll die Anlageberatung verstärkt werden. Zwar wird die Situation an den Kapitalmärkten verhalten betrachtet, die Bank sollte sich aber aufgrund ihrer sehr guten Positionierung besser als der Durchschnitt entwickeln. Der angekündigte Aktiensplit im Verhältnis 1:3 dürfte sich zusammen mit dem Aktienrückkauf ebenfalls positiv auf den Titel auswirken. Die Einschätzung lautet daher „Outperformer“.

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