Allianz Super Prognose

Der Versicherungskonzern will in diesem Jahr trotz Übernahme der AGF-Gruppe und Turbulenzen auf dem Finanzmarkt einen Rekordgewinn erreichen.

München - Der Jahresüberschuß werde zweistellig wachsen, wenn die Schadensentwicklung sich nicht gravierend ändere und die Märkte sich weiter stabilisieren. Das teilte die Allianz AG in einem Zwischenbericht am Donnerstag in München mit. Der Wettbewerb in der Schaden- und Unfallversicherung sei in vielen Ländern, darunter auch Deutschland und Großbritannien, deutlich schärfer geworden.

Für das gesamte Geschäftsjahr 1998 rechnet die Allianz mit einem kräftigen Sprung ihrer weltweiten Beitragseinnahmen um 24 Prozent auf rund 106 Milliarden Mark. Allein 18 Milliarden Mark wird dazu die seit dem 1. April einbezogene französische AGF-Gruppe beitragen. Ende September beschäftigte der Allianz-Konzern gut 101.000 Mitarbeiter. Vor allem aufgrund der AGF-Übernahme waren das 28.100 mehr als vor Jahresfrist.

In den ersten neun Monaten erhöhte sich der Umsatz der Allianz-Gruppe um 18,7 Prozent auf 76 Milliarden Mark, wovon fast 45 Milliaren Mark auf die Schaden- und Unfallversicherung sowie gut 31 Milliarden Mark auf die Lebens- und Krankenversicherung entfielen. Auf vergleichbarer Basis und bei konstanten Wechselkursen belief sich das Wachstum lediglich auf 1,4 Prozent. Währungsturbulenzen führten zu einem nicht bezifferten Rückgang der Beitragseinnahmen in Asien. Zahlen zur Ergebnisentwicklung nannte die Allianz nicht.

Im Zwischenbericht wird jedoch darauf hingewiesen, daß die Erträge aus Kapitalanlagen den Vorjahreszeitraum übertroffen hätten. Durch die Einbeziehung von AGF sind die Kapitalanlagen der Allianz-Gruppe, die eine wesentliche Gewinnquelle sind, auf 640 Milliarden Mark gestiegen.

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