Börse Wo geht's lang?

Bei vergleichsweise geringen Umsätzen hat sich der Dax bis mittags richtungslos um die Marke von 5000 Punkten bewegt.

Frankfurt/Main - Die uneinheitliche Tendenz drückte sich vor allem im Gewinner-Verlierer-Verhältnis aus, das sich mit 15 zu 15 ausgewogen präsentierte. Über die weitere Entwicklung zeigten sich Marktteilnehmer dementsprechend unsicher. Analysten erwarteten eine Konsolidierung des Marktes im Bereich zwischen 4850 und 5150. Eine Entscheidung über die Fortsetzung des Aufwärtstrends gebe es jedoch erst im Bereich der 100- und 200-Tage-Durchschnittslinien bei 5050 und 5150, hieß es.

Tagesgewinner waren die Banken. Händler sagten, nach den Gewinnmitnahmen am Vortag seien die Branchentitel im Zuge der Fusionsankündigungen und -phantasien wieder gefragt. HypoVereinsbank legten 6,3 Prozent auf 142,40 Mark zu, Dresdner Bank 4,1 Prozent auf 70,80 Mark, Deutsche Bank 2,5 Prozent auf 107,20 Mark. Als durchwachsen bezeichneten Marktteilnehmer das Geschehen in den übrigen Branchen. Teilweise kräftigen Zuwächsen standen Abschläge gegenüber.

Kurz nach 13.30 Uhr erreichten mit DaimlerChrysler, Deutsche Bank und Hoechst lediglich drei Blue-Chips Umsätze von mehr als einer Million Stück. Daimler (minus 0,9 Prozent auf 153,75 Mark) litten den Angaben zufolge unter Spekulationen, die Deutsche Bank wolle mit dem Verkauf ihres Aktienpakets den Kauf von Bankers Trust finanzieren. Hoechst tendierten ebenfalls leicht nach unten (minus 0,5 Prozent auf 78,01 Mark).

Ebenfalls lustlos verlief das Geschäft mit den Nebenwerten. Der MDax hielt sich bei 3953 (minus 0,1 Prozent) knapp behauptet. Deutsche Babcock führten mit einem Plus von knapp zehn Prozent die Gewinnerliste im Nebenwertebereich an. Der Maschinen- und Anlagenbaukonzern war von Sal. Oppenheim von "Verkaufen" auf "Akkumulieren" hochgestuft worden, nachdem das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr den Turnaround geschafft hatte.

Am Neuen Markt belief sich das durchschnittliche Minus auf ein halbes Prozent.

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