Telekom Verluste verringert

Zwei der größten Verlustlöcher sind weitgehend gestopft.

Bonn - Die Telekom weist bei den speziellen Mehrwertdiensten (Auskunft und öffentliche Telefone) sowie dem Verkauf von Endgeräten nur noch Defizite von jeweils 150 Millionen Mark aus. Dies geht aus dem endgültigen Zwischenbericht zum Geschäft in den ersten neun Monaten dieses Jahres hervor, den das Unternehmen am Mittwoch in Bonn veröffentlichte. Im gesamten Vorjahr hatte sich das Minus beider Bereiche noch auf 1,5 Milliarden Mark summiert.

Langsamer kommt das Unternehmen beim Verlustabbau im Kabel-Bereich voran. Obwohl es die Tarife für die Übertragung von Fernseh- und Hörfunkprogrammen via Breitbandkabel Ende 1997 um durchschnittlich 15 Prozent angehoben hatte, konnte das Defizit in diesem Segment nur von 1,3 Milliarden Mark im Gesamtjahr 1998 auf bislang 800 Millionen Mark begrenzt werden. Auslandsbeteiligungen in Südostasien und an dem international operierenden Telefonunternehmen Global One belasten das Ergebnis noch mit 750 Millionen Mark nach 1,9 Milliarden in 1997.

Mit dem endgültigen Zwischenbericht bestätigte die Telekom vorläufige Gewinnzahlen, die sie bereits Ende Oktober bekanntgegeben hatte. Der Überschuß nach Steuern lag drei Monate vor Ende des Jahres bei 3,04 Milliarden Mark. Das ist knapp ein Viertel mehr als im Herbst 1997. Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich bis 30. September bei einem Umsatz von 51,3 Milliarden Mark um 36 Prozent auf 7,36 Milliarden Mark. Damit hat der Vorsteuergewinn bereits das Niveau des Vorjahres von 7,2 Milliarden Mark leicht übertroffen.

Während die Zahl der über das Telefon-Festnetz der Telekom geführten Verbindungsminuten insgesamt um 5,8 Prozent oder 137,4 Milliarden zunahm, war die Tendenz bei Fern- und Auslandsgesprächen wegen der wachsenden Konkurrenz neuer Anbieter leicht rückläufig. Zahlen dazu nannte die Telekom allerdings nicht. Der Vorstand erwartet, daß der Umsatz aus dem Telefongeschäft mit den für Januar geplanten Preissenkungen zurückgeht. Dies solle durch ein Mengenwachstum und weitere Kostensenkungen ausgeglichen werden. Die Schulden der Telekom verringerten sich von 91,4 auf 84,9 Milliarden Mark. Die Mitarbeiterzahl schrumpfte von 195.300 auf 184.100.

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