World Online International Aktionäre wollen 100 Millionen Euro Schadensersatz

Ein Insiderhandel könnte das holländische Unternehmen 100 Millionen Euro kosten.

Der niederländische Aktionärsverband VEB schätzt die Entschädigungssumme im Zusammenhang mit dem Börsengang des niederländischen Internet-Anbieters World Online International auf über 100 Millionen Euro.

Schadensersatz von 25 Euro je Aktie angestrebt

Grundlage für die Berechnung sei eine Schadensersatzzahlung von durchschnittlich 25 Euro je World Online-Aktie, teilte VEB in Den Haag mit.

Nach Angaben des Verbandes betrifft das Gerichtsverfahren Insiderhandel um den Börsengang von World Online 4,035 Millionen World Online-Aktien. Dabei handele es sich um Anteilsscheine die durch Zeichnung oder vor dem 3. April 2000 am Aktienmarkt erworben worden seien.

Vorstand verkaufte Firmenanteile vor Börsengang

Am 4. April 2000 war die World Online-Aktie um 25,50 Euro auf 17,50 Euro gefallen. Etwa zwei Wochen zuvor waren diese Aktien an der Amsterdamer Börse erstmalig gelistet worden. Der Einführungspreis lag bei 43 Euro. Die ehemalige Vorstandsvorsitzende Nina Brink hatte ihre Firmenanteile bereits Monate vor dem Börsengang im Dezember 1999 verkauft. Mehrere Investoren hatten daraufhin mit Klagen gedroht.

Weitere Informationen zu den Sondierungsgesprächen zwischen dem Aktionärsverband und World Online wurden nicht bekannt.

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