IG Metall Glühende Lohnforderungen

Die IG Metall geht mit einer Forderung von 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt in die Tarifrunde für 1999.

Rosbach - In Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen mit 410.000 Metallern schloß sich die Tarifkommission der Gewerkschaft dieser Richtmarke des Bundesvorstands an.

Lediglich die Entscheidung für das größte Tarifgebiet Nordrhein-Westfalen steht noch aus. "Nach Jahren der Umverteilung von unten nach oben müssen endlich wieder normale Angestellte und Arbeiter mehr verdienen", betonte der Frankfurter IG Metall-Bezirksleiter Klaus Mehrens im hessischen Rosbach.

Mehrens, dessen Bezirk die Metaller in allen vier Bundesländern vertritt, peilt ein Verhandlungsergebnis "nicht weit von der Forderungshöhe" an.

Der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Hessen Metall, Volker Fasbender, sprach dagegen von einer unrealistischen Forderung, die falsche Erwartungen bei den Beschäftigten wecke. "Einen Abschluß in dieser Höhe wird es nicht geben können." Er verwies darauf, daß die Arbeitgeber bereits reale Lohnzuwächse in Aussicht gestellt hatten.

In der ersten Verhandlungsrunde am 14. Dezember für die sogenannte Mittelgruppe mit Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland wollen sich die Arbeitgeber für einen Tarifabschluß mit Lohnerhöhung und einer betrieblichen Komponente stark machen.

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