Primacom Aktie gibt deutlich nach

Der Kurs des Kabelnetzbetreibers gibt nach Vorlage der Neun-Monats-Zahlen stark nach.

Frankfurt am Main - Primacom hat das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) in den ersten neun Monaten des Jahres mit 47,5 Millionen Euro nach 52,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum verschlechtert.

Nettoverlust steigt deutlich an

Der Nettoverlust stieg allerdings im gleichen Zeitraum von 42,7 Millionen Euro auf 69 Millionen Euro, teilte das am Neuen Markt notierte Unternehmen mit. Der Umsatz sei um 11,4 Prozent auf 106,2 Millionen Euro angewachsen.

Das Unternehmen wies darauf hin, dass alle genannten Zahlen Proforma-Zahlen sind. Dabei werde von der Annahme ausgegangen, die Akquisition der niederländischen Multikabel sei bereits zum 1. Januar 1999 erfolgt.

Der Investor Relation Direktor der Primacom, Alexander Hoffmann, begründete die Diskrepanz zwischen dem positiven EBITDA und dem Nettoverlust mit hohen Abschreibungen im Zusammenhang mit dem Start der neuen Breitbanddienste in Deutschland sowie für die Übernahme der niederländischen Multikabel.

Hoffmann sagte, dass Primacom ab dem ersten Quartal 2001 wieder mit einem steigenden EBITDA rechnet. Die positive Annahme begründete er mit der Aufrüstung der eigenen Netze. Der Umsatz pro Kunde werde durch die neuen Dienste wie High-Speed Internet, Digital-TV und Pay-TV erhöht.