Börse heute Aufschwung hält an

Die Achterbahnfahrt am Aktienmarkt hat am Freitag ein entspanntes Ende gefunden.

Frankfurt am Main - Nach einem anfangs unentschlossen Handel schloss der Dax mit einem Plus von 0,96 Prozent auf 6664 Punkte. Die Wachstumstitel im Nemax-50 legten um 4,09 Prozent auf 3605 Zähler zu. Der M-Dax gewann 1,52 Prozent auf 4768 Stellen.

Nach einer harten Woche legten die Händler führten die Kursentwicklung auch auf die satten Gewinne des amerikanischen Pendants Nasdaq zurück. Die US-Computerbörse hatte den verkürzten Handel mit einem Plus von 5,41 Prozent auf ihrem Tageshoch von 2904 Punkten geschlossen. Der Dow Jones verbesserte sich um 0,67 Prozent auf 10.470 Punkte.

Technologiewerte im Aufwind

Gefragt waren in Frankfurt daher vor allem Technologie-Werte, allen voran Infineon mit einem Gewinn von 7,29 Prozent auf 49,30 Euro.

Die Siemens-Aktie stieg um 3,15 Prozent auf 136,10 Euro. Für einen deutlichen Schub unter den Technologie-Titeln habe ein Auftrag für Siemens und Ericsson durch Mannesmann Mobilfunk gesorgt, sagten Börsianer.

ThyssenKrupp stark unter Druck

Das Nachsehen hatte defensive Werte, die unter der Umschichtung in Technologietitel litten. Letztere seien wegen der vorangegangenen Kursverluste auf einem günstigen Einstiegsniveau, sagte Händler Adrian Neubrandt von der Baden-Württembergischen Bank.

Schwächster Titel war die ThyssenKrupp-Aktie mit einem Verlust von 4,47 Prozent auf 14,95 Euro. Auf der Verliererseite stand auch RWE mit einem Minus von 0,83 Prozent auf 49,03 Euro.

Eine Woche nach ihrem Börsenstart stand die Post-Aktie bei 22,48 Euro - ein Minus von 2,39 Prozent zum Vortag. Seit ihrem Debüt hat die "Aktie Gelb" damit um rund fünf Prozent zugelegt.

Aufwärtsdynamik am Neuen Markt hält an

Der Frankfurter Neue Markt hat zum Wochenausklang an seine am Vortag gewonnenen Aufwärtsdynamik angeknüpft und erneut deutliche Kursgewinne verbucht. Abgesehen von einem steilen Ausreißer in die Minuszone im frühen Handel hielten die Wachstumswerte ihre Tendenz bis zur Schlussglocke bei.

"Die Übertreibungen nach unten scheinen nun ausgestandenen zu sein", sagte Jürgen Hufnagel, Händler bei der Hamburger Privatbank M.M.Warburg, "wenn die Nasdaq in Amerika sich im Plus hält, dürfte die nächste Woche freundlicher beginnen".

Andere Händler teilten den Optimismus nach den dramatischen Kursverlusten in dieser Woche nicht: "Nur, weil wir gestern gedreht haben und heute wieder im Plus sind, heißt das nicht, dass wir damit die Trendwende geschafft haben", urteilte Adrian Neubrandt, Händler der Baden-Württembergischen Bank. Der Experte riet dazu, Gewinne nicht überzubewerten und verwies auf die niedrigen Umsätze.

Europas Börsen im Plus

Wie in Deutschland ging es auch an den anderen Börsen in Europa aufwärts, etwa in Paris oder London. Der EuroStoxx-50 verzeichnete ein sattes Plus von 2,1 Prozent auf 4940 Zähler.

Ende der Kursverluste oder nicht? Die Börsianer argumentierten so: Die Stimmung unter den Anlegern sei so schlecht, dass die Chancen für ein langsames Erreichen einer Bodenbildung ganz gut seien. Viele Experten vertreten die Ansicht, dass es erst dann aufwärts gehen kann, wenn keine Hoffnung mehr am Markt ist. An eine Jahres-Endrallye glaube zur Zeit keiner mehr so recht, sagte Maisch.

Der Euro fällt unter 84 Cent

Der Euro fiel nach einer kleinen Erholung im Mittagshandel erneut unter die 84-Cent-Marke. Die Gemeinschaftswährung im Euro- Raum kostete 0,8397 Dollar. Die amerikanische Währung lag damit bei 2,3291 Mark. Am Nachmittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs noch auf 0,8436 Dollar festgesetzt.

Der Rentenmarkt tendierte freundlich. Während der Bund-Future zehnjähriger Staatsanleihen um 0,1 Prozent auf 106,32 Punkte zulegte, notiere der Rentenindex Rex unverändert bei 110,64 Zählern. Die Deutsche Bundesbank stellte die Umlaufrendite bei 5,15 Prozent fest (Vortag: 5,16).

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