Allianz Gespräche eingeschlafen

Die Versicherung soll Analysten zufolge in den ersten neun Monaten einen Nettogewinn von rund zwei Milliarden Mark erzielt haben. Über den weiteren Verlauf der Geschäfte entscheiden auch die Gespräche mit der Deutschen Bank.

Frankfurt - Die Allianz wird nach Einschätzung von Analysten Prämieneinnahmen zwischen 41,7 und 46,3 Milliarden Euro für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres bekannt geben.

Im vergangenen Gesamtjahr hatte das Versicherungsunternehmen insgesamt 39,6 Millarden Euro an Prämien eingenommen. Der Nettogewinn könne sich auf zwei Milliarden Euro belaufen, sagten Analysten. Die Allianz gibt am Donnerstag die Zahlen bekannt.

Ralf Dibbern, Analyst bei M.M.Warburg, rechnet mit Beitragseinnahmen von 42,5 Milliarden Euro und einem Nettogewinn von zwei Milliarden, während Christian Hamann von der Bayerischen Landesbank sogar von 46,3 Milliarden Euro bei den Beiträgen ausgeht. Er begründet das mit Wechselkurs-Einwirkungen.

Starkes Geschäft in Frankreich

Das Kerngeschäft in Deutschland, die Lebensversicherungen, hätten laut WestLB-Analyst Carsten Zielke in diesem Jahr eine schwache Performance gezeigt. Das würde aber durch das starke Geschäft in Frankreich ausgeglichen. Zielke geht von Prämieneinnahmen in Höhe von 41,7 Milliarden Euro aus.

Nach wie vor sei es ungewiss, wie die Gespräche mit der Deutschen Bank weiterverlaufen werden. Laut Bank-Vorstand Clemens Boersig seien die Gespräche eingestellt. Das wiederum wurde recht schnell von Vorstandssprecher Rolf Breuer und Retail-Bank-Vorstand Tessen von Heydebreck dementiert. Christian Hamann sieht die Chance für eine Einigung bei weniger als 50 Prozent. Die Verhandlungen scheinen eingeschlafen zu sein.

Deutsche Bank 24 weiter im Gespräch

Die Performance der Kleinkundenbank Deutsche Bank 24 verbessere sich nach Ansicht von Ralf Dibbern. Deshalb fordere die Muttergesellschaft wohl einen höheren Preis, als die Allianz zu zahlen bereit sein dürfte. Deshalb sei es schwierig, sich über die Deutsche Bank 24 zu einigen.

Dibbern zufolge müsse man wohl bis zum Jahresende abwarten, was geschieht. Denn sowohl die Bank als auch das Versicherungsunternehmen hätten durchblicken lassen, dass die Gespräche bis dahin abgeschlossen sein sollten.

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