Analysten Empfehlungen am Nachmittag

M.M. Warburg hat Usu von "Halten" auf "Kaufen" heraufgestuft. Merck Finck sieht in Epcos einen "Outperformer". Die Bankgesellschaft Berlin hat die Deutsche Telekom auf "Akkumulieren" heruntergestuft.

Frankfurt am Main - M.M. Warburg hat die Aktien der am Neuen Markt notierten Usu (757 110) von "Halten" auf "Kaufen" heraufgestuft. Die Nachfrage nach der Knowledge-Management-Software entwickele sich sehr stark, begründeten die Experten ihr neues Anlageurteil.

Auf Grund der neuen Ergebnisprognose der Knowledge-Management-Sparte erhöhten die Analysten das Zwölfmonats-Ziel der Usu-Aktien bei einem aktuellen Kurs von 12,14 Euro auf 22,70 Euro.

Nachdem Usu seinen Umsatz im Knowledge Management im vergangenen Quartal mit 0,9 Millionen Mark fast verdoppelt hatte, setzten die Analysten ihre Umsatzprognose für diese Sparte von 3,6 Millionen Mark auf 4,6 Millionen Mark hinauf.

Die Ergebnisschätzung für das gesamte Unternehmen erhöhten die Experten im laufenden Jahr auf ein Ergebnis je Aktie von minus 0,06 Euro, auf einen Gewinn je Aktie von 0,17 Euro im Geschäftsjahr 2001/2002, auf 0,66 Euro im Jahr 2002/2003 und auf einen Gewinn von 1,19 Euro im darauf folgenden Jahr.

(Chart / Firmenprofil)

Epcos: Erwartungen übertroffen / "Outperformer" (Merck Finck)

Merck Finck hat die Aktie von Bauelemente-Hersteller Epcos (512 800) als "Outperformer" bestätigt. Wie die Bank am Mittwoch mitteilte, habe Epcos im vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 109 Millionen Euro erzielt.

Das sei ein Plus vom mehr als 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal; damals habe Epcos ein EBIT von 45 Millionen Euro erwirtschaftet.

Damit habe Epcos die Erwartungen der Merck-Analysten übertroffen. Der Umsatz sei um 62 Prozent auf 549 Millionen Euro gestiegen. Die Experten werden auf Grund der guten Zahlen ihre Gewinnschätzungen für das laufende Jahr nach der Analystenkonferenz in München erhöhen.

(Chart / Firmenprofil)

Deutsche Telekom: Europäische Strategie nicht umgesetzt / "Akkumulieren" (BGB)

Die Bankgesellschaft Berlin (BGB) hat die Aktie der Deutschen Telekom (555 750) von "Kaufen" auf "Akkumulieren" heruntergestuft. Als Anlass für die Abwertung nannten die Analysten in einer am Mittwoch vorgelegten Studie, dass die Deutsche Telekom sich gegen eine Teilnahme an der UMTS-Auktion in Frankreich entschieden hat.

"Innerhalb der größten europäischen Mobilfunkmärkte bleibt die Deutsche Telekom mittelfristig nur in Deutschland und in Großbritannien positioniert", kritisierten die Analysten. Die angekündigte europäische Strategie könne damit nicht umgesetzt werden.

Begründung für den Rückzug sei - wie in Italien und der Schweiz - auch in Frankreich das Fehlen eines eigenen Mobilfunkkundenstammes. Eine Kooperation mit einem französischen Mobilfunkunternehmen sei nicht zustande gekommen. Damit gehe die ursprünglich von der Deutschen Telekom propagierte europäische Strategie zunächst nicht auf.

"Vodafone und France Telecom sind weiterhin unangefochten führend in den wichtigsten europäischen UMTS-Märkten", erklärten die Analysten. Vor dem Hintergrund der Diskussion über die finanziellen Risiken bei UMTS sei allerdings die Entscheidung der Deutschen Telekom sinnvoll.

Ein künftiger Eintritt in die wichtigen UMTS-Märkte Italien und Frankreich durch Beteiligung an einem regional operierenden Mobilfunkunternehmen sei möglich aber nicht absehbar.

(Chart / Firmenprofil)

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