Aventis Verkauft Beteiligungen

Die Life-Sciences-Gruppe und ihre deutsche Vorgängergesellschaft Hoechst trennen sich von ihren Anteilen an Wacker Chemie und Messer Griesheim.

Hamburg - Bis zum Jahresende sollen die Beteiligungen an der Wacker Chemie GmbH (50 Prozent) und an der Messer Griesheim GmbH (66,6 Prozent) verkauft sein.

Die Gründerfamilie Wacker wolle den Hoechst-Anteil mit Hilfe eines Bankenkonsortiums erwerben. Die Familie strebe die industrielle Führung der Gesellschaft an.

Die Anlage-Gesellschaft Allianz Capital Partners (ACP) und die Investmentbank Goldman Sachs beabsichtigen, den Industriegas-Hersteller Messer gemeinsam zu übernehmen und zu einem späteren Zeitpunkt an die Börse zu bringen. Die Familie Messer bleibe Minderheitsgesellschafterin mit 33,33 Prozent.

Strittiger Punkt bei den Verhandlungen sei die Übernahme nicht abschätzbarer Risiken. Messer hat ungünstige Lieferverträge und überdimensionierte Produktionsanlagen in Südamerika und Südostasien. Hauptstreitpunkt sind Probleme mit der Produktionsanlage Singapur, bei denen es um 600 Millionen Mark geht.

Das Aventis-Management beabsichtigt im nächsten Jahr auch den Anteil (51,8 Prozent) an Dade Behring zu verkaufen. Die Gesellschaft ist weltweit einer der führen-den Hersteller für Labordiagnostik. Dade Behring passt nicht zum Aventis-Kerngeschäft der Erforschung und Entwicklung innovativer Therapeutika.

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