Analysten Empfehlungen am Vormittag

Merck Finck sieht in RWE einen "Outperformer". Hornblower Fischer empfiehlt Analytik Jena zum "Kauf". Merill Lynch stuft die Aktien von Gehe auf "neutral" herab.

Hamburg - Merck Finck stuft die Aktie des Versorgers RWE (703 700) weiterhin mit "Outperformer" ein. Der zuständige Analyst beließ das Ergebnis pro Aktie (EPS) bei 2,24 Euro und erwartet für die beiden kommenden Jahre 2,10 und 2,60 Euro.

Der Experte begründet seine Einschätzung mit dem in diesem Jahr zu erwartenden Einsparvolumen von 900 Millionen Euro und absehbaren Synergien von 125 Millionen Euro. Insgesamt habe das Energiegeschäft sich gefangen, weshalb das Risikopotenzial begrenzt sei. Hierzu werde auch der angekündigte Abbau von Kraftwerkskapazitäten beitragen.

Als Geschäftsmotor habe sich die Öl- und Chemiesparte entwickelt. Hier legte nach Angaben des Analysten der Umsatz um 13 Prozent zu, der operative Gewinn kletterte um 6,7 Prozent auf 605 Millionen Euro. Der Kauf von Thames Water eröffne dem Konzern ein "immenses" Wachstumspotenzial.

Morgen hat der Energiekonzern RWE Hauptversammlung.

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Analytik Jena: Gute Aussichten / "Kauf" (Hornblower Fischer)

Hornblower Fischer empfiehlt Analytik Jena (521 350) zum Kauf. Das Unternehmen gehört nach Meinung der Analysten zu den größten Herstellern für analytische Messgeräte in Deutschland.

Das Geschäft umfasse Softwareentwicklung, Geräteentwicklung und -produktion bis hin zu schlüsselfertigen Laborkomplexen. Diese Analysesysteme würden in der Forschung, Industrie, Umwelt, Medizin und Biotechnologie eingesetzt. Das am Neuen Markt gelistete Unternehmen habe kürzlich den größten Auftrag seiner Firmengeschichte erhalten. Die Gesellschaft werde für die medizinisch-technische Planung und die Gesamtausstattung mit modernster Medizintechnik des Behandlungszentrums für Strahlen- und Ökologiemedizin in Barnaul (Russland) verantwortlich sein.

Das Auftragsvolumen belaufe sich auf über 50 Millionen Mark. Infolge des Großauftrags aus Russland habe die Unternehmensleitung ihre Umsatzprognosen für die beiden kommenden Geschäftsjahre deutlich nach oben gesetzt. Für das Jahr 2001 erwarte Analytik Jena nun einen Umsatz in Höhe von 38 Millionen Euro. Ursprünglich habe die Erwartung bei 28 Millionen Euro gelegen. Für 2002 sei die Prognose von 37,8 Millionen Euro auf 52,8 Millionen Euro angehoben worden. Angesichts der guten Aussichten lautet das Rating der Analysten daher "Trading Buy".

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Gehe: Aufwärtspotential begrenzt / "Nicht mehr kaufen" (Merill Lynch)

Merrill Lynch stuft die Aktie von Gehe (585 800) unter mittelfristigen Gesichtspunkten von "akkumulieren" auf "neutral" herabgestuft. Wie der zuständige Analyst mitteilt, hat er das langfristig "neutrale" Rating beibehalten.

Die Gehe-Aktie habe sich in letzter Zeit "sehr gut" entwickelt und das objektive Preisziel des Experten erreicht. Das Management sei "ausgezeichnet" - ebenso das konjunkturunabhängige Geschäft. Trotzdem gebe es Risiken, die den Aktienkurs zwar nicht fallen lassen werden; dennoch sei das Aufwärtspotenzial begrenzt. Zu den Risikofaktoren zählten die Preissenkungen auf vielen europäischen Märkten und die Schwäche des britischen Pfunds. Die Aktie werde allmählich steigen, schätzt der Analyst. Sie sei eine solide aber unspektakuläre Anlage.

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