Coca Cola Übernahme gescheitert

Der Getränke-Konzern verzichtet auf Quaker Oats. Jetzt wittern Danone und Nestle ihre Chancen, den Hersteller von Frühstücksflocken und Sportdrinks zu übernehmen.

Atlanta - Analysten sagten, Coca-Colas Verwaltungsrat und der Großaktionär Warren Buffett seien möglicherweise gegen den vom Vorstand empfohlenen Kauf gewesen.

Coca-Cola-Chef Douglas Daft hatte am Mittwoch mitgeteilt, der größte Erfrischungsgetränkehersteller der Welt werde die "Transaktion" nicht weiter verfolgen. Gründe nannte er nicht. Quaker Oats macht 60 Prozent seines Umsatzes im Lebensmittelbereich.

Coca-Cola hatte am Montag Verhandlungen mit Quaker Oats bestätigt. Konditionen waren nicht genannt worden. Analysten schätzten den von Coca-Cola diskutierten Preis auf mehr als 13 Milliarden Dollar.

Pepsi Cola, der zweitgrößte Hersteller alkoholfreier Getränke, hatte im Oktober für Quaker Oats ein Angebot vorgelegt, das der Chicagoer Konzern jedoch abgelehnt hatte.

Beide Getränkehersteller sind hauptsächlich an Quakers marktführenden Sportgetränkefirma Gatorade interessiert, die einen Marktanteil von 80 Prozent hat. Coca-Cola besitzt das Konkurrenzprodukt PowerAde.

Analysten schlossen nicht aus, dass nun auch die französische Danone SA und die schweizerische Nestle AG für Quaker Oats bieten werden.

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