MAN Leidet unter Konjunkturschwäche

Dem Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern hat die schwache Inlands-Nachfrage zugesetzt. Vorstands-Chef Rudolf Rupprecht will den Rückstand bis zum Jahresende aufholen.

München - Beim Auftragseingang bekam das Unternehmen nach eigenen Angaben im ersten Quartal seines laufenden Rumpfgeschäftsjahres (Juli bis Dezember) erste Konjunkturdellen in Deutschland zu spüren.

Aus dem Inland seien sechs Prozent weniger Bestellungen eingegangen, teilte Rupprecht am Mittwoch mit. Immerhin nahmen die Aufträge aus dem überwiegend europäischen Ausland um 47 Prozent zu.

Beim Maschinen- und Anlagenbau fehlte es an Großaufträgen. Der Auftragseingang nahm um drei Prozent ab. Florierend zeigten sich im ersten Quartal allein die Bereiche Druckmaschinen (MAN Roland) und Dieselmotoren (MAN B&W Diesel).

Trotz einer nachlassenden Lkw-Nachfrage habe MAN sein Ergebnis dennoch steigern können, so der Vorstands-Chef. Vor Ertragsteuern sei das Ergebnis in den saisontypisch schwachen drei Sommermonaten um 19 Prozent auf 75 Millionen Euro gestiegen. Für das Rumpfgeschäftsjahr erwarte er ein um 15 Prozent steigendes Ergebnis vor Steuern. Das entspricht einem Betrag von 262 Millionen Euro.

Im Geschäftsjahr 1999/2000 hatte MAN 668 Millionen Euro Gewinn vor Steuern ausgewiesen. Bei der neuesten Präsentation hat das Unternehmen zum ersten Mal einen vollständigen Quartalsbericht nach internationalen Bilanzierungsrichtlinien (IAS) vorgelegt.

Raumfahrtgeschäft ausgebaut

Die Augsburger MAN Technologie AG rundet mit der Dowty Space Projects, einem britischen Hersteller von Treibstofftanks für Satelliten, ihr Raumfahrtgeschäft ab. Der Zulieferer für die Luft- und Raumfahrtindustrie zahlt nach Angaben eines Sprechers 10 bis 20 Millionen Euro für Dowty.

MAN Technologie produziert in Augsburg bereits Flugzeugtanks. Die MAN-Tochter soll nach den Vorstellungen von Vorstandschef Rupprecht entgegen früheren Überlegungen zunächst nicht verkauft werden.

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