Yahoo Aktien brechen nach Herabstufung ein

Der Web-Pionier hat die jüngsten Entwicklungen im Internet verschlafen. Analysten bemängeln das Preismodell des Unternehmens und stufen die Aktie herab.

New York - Die Aktien der US-Internetplattform Yahoo sind am Mittwoch nach der Herabstufung durch Thomas Weisel Partners eingebrochen. Der Titel verlor über sieben Prozent. Yahoo wurde zuvor von "Klarer Kauf" auf "Kauf" herabgestuft.

Nach Auffassung des Analysten David Readerman von Thomas Weisel Partners vollzieht sich gerade ein Wandel in der Rolle und Preispolitik des Marketings im Internet. Yahoo müsse dies als größte werbe-basierte Internetplattform akzeptieren und an die neuen Abrechnungsformen anpassen.

Werbeerlöse müssen neu berechnet werden

Der Umbruch auf dem Marketingmarkt im Internet führt nach Auffassung des Analysten David Readerman von Thomas Weisel Partners zu einem Druck auf die Umsätze der Online-Unternehmen. Yahoo rechne weiterhin seine Internetwerbung pro Werbeplatz an Stelle des lukrativeren Tausend-Klick-Modells ab. Das Unternehmen habe eine entscheidende Weichenstellung verschlafen, weshalb Readermann dazu aufforderte, das Abrechnungsmodell umzustellen.

Der Boom der Internetfonds sei im letzten Jahr hauptsächlich von den Internetportalen angetrieben worden. Mit dem fortschreitenden Rückzug von Wagniskapital herrschten am Markt härtere Wettbewerbsbedingungen, sagte der Analyst. Diese bekäme Yahoo angesichts seines Abrechnungsmodells doppelt zu spüren.

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