Montag, 17. Februar 2020

Saudi Arabien fördert auf Rekordnivau Opec lässt Fracking-Technologie in Öl absaufen

Pumpen, als gäbe es kein Morgen: Die Opec will die konkurrierende Fracking-Technologie in einer Flut billigen Öls ertränken

Die Ölpreise fallen weiter - und Opec-Länder wie Saudi-Arabien pumpen so viel Öl wie noch nie an die Oberfläche. Das Ziel: Die Schwemme billigen Öls soll für das Aus der teuren Fracking-Technologie in den USA sorgen.

Die Ölpreise haben am Montag erneut nachgegeben. Händler erklärten den Preisdruck nach unten mit einer Rekord-Fördermenge in Saudi-Arabien. Dort läuft die Produktion weiterhin auf Hochtouren: Laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg pumpte das wichtige Mitgliedsland der Opec im Mai im Schnitt 10,25 Millionen Barrel Rohöl pro Tag an die Erdoberfläche. Mit der Schwemme billigen Öls wollen die Förderländer der Opec dafür sorgen, dass Fracking-Unternehmen in den USA ihr Geschäft einstellen: Auf dem derzeitigen Preisniveau ist die vergleichsweise teure Fracking-Technologie für die Unternehmen ein Zuschussgeschäft.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete am Morgen 65,17 US-Dollar. Das waren 39 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 45 Cent auf 59,85 Dollar.

Damit bleibt die Fördermenge auf dem Rekordwert vom Vormonat und sorgt weiter für ein Überangebot an Erdöl auf dem Weltmarkt.

Beim Treffen der Opec-Ölminister am kommenden Freitag in Wien rechnen Experten trotz des Überangebots nicht mit einer Kürzung der Fördermenge durch das Ölkartell.

la/reuters/dpa

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