Einzelhandel Größere Weihnachtseinkäufe erwartet

Alle Jahre wieder freut sich der Einzelhandel. Die Erwartungen an das diesjährige Weihnachtsgeschäft sind hoch. Rekorderlöse werden erwartet. Ganz oben auf der Wunschliste stehen Handys und Computer.

Düsseldorf - Die Weihnachtsgeschenke der Deutschen werden nach Einschätzung des Einzelhandels in diesem Jahr erneut größer ausfallen. "Wir erwarten etwas mehr Umsatz als im vergangenen Weihnachtsgeschäft", sagte Pressereferentin Ulrike Hörchens vom Hauptverband des Deutschen Einzelhandels.

Das Wirtschaftswachstum und die Steuerreform zum Anfang kommenden Jahres ließen hoffen, dass die Verbraucher tiefer in ihre Geldbörse griffen. Der Zuwachs werde wahrscheinlich aber nicht so deutlich sein wie 1999. Der Mehrumsatz im November und Dezember war im Vorjahr um 1,4 Milliarden Mark auf 26,4 Milliarden Mark gestiegen.

Anfang September wandern die Weihnachtsmänner ins Kühlregal

Weihnachtsmänner aus Schokolade wandern immer früher in die Lebensmittelregale. "Schon Anfang September sind diesmal die Ersten aufgetaucht", berichtete die Branchenkennerin.

Hintergrund dieses seit Jahren zu beobachtenden Trends sei der Produktionsrhythmus in der Süßwarenindustrie. "Sobald die Osterhasen vom Band gelaufen sind, kommen die Weihnachtsmänner an die Reihe." Ein früher Verkaufsstart entlaste die Lager.

Oben auf der Wunschliste: Handys und Computer

Handys und Computer stünden in der Gunst der Verbraucher erneut ganz oben. "Das werden wieder die Renner sein", sagte Hörchens. In den Spielzeuggeschäften seien neben den Computerspielen auch Klassiker wie Holzspielzeug auf dem Vormarsch.

Der Hauptansturm auf die Geschäfte werde in diesem Jahr am Samstag unmittelbar vor dem Fest erwartet, weil Heiligabend auf einen Sonntag falle. Nach dem Ladenschlussgesetz könnten Lebensmittelläden und Weihnachtsbaum-Verkaufsstellen trotzdem am 24. Dezember drei Stunden lang bis 14.00 Uhr öffnen. "Niemand muss also auf den Gänsebraten verzichten", betonte Hörchens.

Nach einer Studie kauften Frauen die Geschenke früher als Männer. Standardgeschenke seien Parfüm, Hemden und Socken. Das Verpacken und nach Hause liefern der Geschenke werde von den Kunden gern genutzt, so dass keine große Umsatzverschiebung zu Gunsten der Internethändler befürchtet werde. Der hohe Dollarkurs begünstige den nahen Einkauf gegen das "Christmas-Reiseshopping".