Atlantik Networxx Gang an den Neuen Markt verschoben

Das derzeit schlechte Marktumfeld fordert ein weiteres Neuemissions-Opfer. Der Technologievermarkter hat seinen Gang an den Neuen Markt abgesagt. Wann ein zweiter Versuch gestartet wird, ist noch nicht entschieden.

Frankfurt am Main - Atlantik Networxx verschiebt den für den 28. November geplanten Börsengang an den Frankfurter Neuen Markt. Grund sei die aktuell schwierige und speziell für die Technologiewerte in den letzten Tagen stark negative Marktverfassung, teilte das Unternehmen am Samstagabend mit.

Die 1975 gegründete Gesellschaft vermarktet den Angaben zufolge Halbleiter- und Netzwerkprodukte in Zentraleuropa. "Ein Börsengang macht in dieser Phase wirklich keinen Sinn", sagte der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsaktionär von Atlantik Networxx Ottmar Flach.

Die Entscheidung sei zusammen mit dem konsortialführenden Bankhaus Sal. Oppenheim gefällt worden. Die für Montag angesetzte Pressekonferenz zur Emission sei wegen der Verschiebung des Börsengangs abgesetzt worden.

Nach einer Normalisierung der Börsensituation solle der Gang an den Neuen Markt jedoch in den nächsten Wochen nachgeholt werden, teilte Atlantik Networxx weiter mit.

Ursprünglich war die Erstnotiz der Aktien für den 28. November geplant. Die Zeichnungsfrist für die 1,8 Millionen aus einer Kapitalerhöhung stammenden Aktien sollte vom 21. bis 24. November laufen.

Das Rumpfgeschäftsjahr 1999/2000 (per Ende September) sei für das Unternehmen das erfolgreichste der Firmengeschichte gewesen, hieß es weiter. Der Umsatz sei gegenüber dem Vorjahr um 62 Prozent auf 104,5 Millionen Mark gestiegen. Der Anstieg des operativen Ergebnisses betrage 400 Prozent auf 8,3 Millionen Mark.

Für die nächsten Jahre erwartet Atlantik Networxx den Angaben zufolge ein Wachstum von rund 30 Prozent jährlich. Die Pläne zum Ausbau der Marktstellung des Unternehmens und die Etablierung des Vermarktungsmodells in anderen Regionen würden durch die Verschiebung des Börsengangs nicht beeinträchtigt.