Deutsche Bahn Unterliegt vor Gericht gegen Kartenfuchs.de

Das marode Schienenunternehmen hat im juristischen Kampf gegen den Internetdienst Kartenfuchs.de eine Niederlage erlitten. Das Landgericht Frankfurt wies einen Antrag auf eine einstweilige Verfügung ab.

Frankfurt/Main - Die Bahn wollte untersagen lassen, dass über die Mitfahrzentrale für Bahnfahrer Kartenfuchs.de Menschen zu Reisegruppen zusammengeführt werden, die dadurch günstige Gruppentarife nutzen können. Die Kammer habe dies nicht als wettbewerbswidrig eingestuft, teilte ein Gerichtssprecher mit.

Die Bahn hatte argumentiert, dass sie über ihre Marketing- Instrumente selbst bestimmen und sich keine Partnerschaften aufzwingen lassen wolle. Dies sei auch bei anderen Firmen üblich. Gegen das Urteil könne die Bahn innerhalb eines Monats Berufung einlegen und vor das Oberlandesgericht ziehen, sagte der Sprecher.

Kartenfuchs hatte allerdings kürzlich eine Unterlassungserklärung unterzeichnet, dass künftig nicht mehr versucht werde, Daten vom Fahrplanserver der Bahn im Internet auf die eigene Seite zu transportieren. Der Zugriff war bereits zuvor technisch gesperrt worden. Die Benutzung des Kartenfuchs-Angebots ist kostenlos, erfordert aber eine Registrierung.