Analysten Empfehlungen am Nachmittag

Credit Suisse First Boston empfiehlt die Mobilcom-Tochter Freenet zum Kauf. Die BfG-Bank sieht in der BASF-Aktie einen Kauf. Merck Finck bewertet die Lufthansa als einen "Outperformer".

Frankfurt am Main - Die Analysten der Credit Suisse First Boston (CSFB) haben ihr "Kauf"-Rating für Freenet (579 200) erneuert. Das Kursziel für das am Neuen Markt notierte Unternehmen gaben die Experten in einer am Freitag vorgelegten Studie mit 105 Euro (aktuell 38 Euro) an.

Der Verlust vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) bei den jüngst veröffentlichten Quartalszahlen sei mit vier Millionen Mark deutlich unter der Erwartung der Analysten von neun Millionen Mark geblieben. Die Differenz zur ursprünglich höheren Verlustprognose begründete die Credit Suisse mit geringeren Vertriebs- und Marketingkosten der Mobilcom-Tochter.

Trotz der niedrigeren Kosten sei aber die Zahl der Abonnenten des Internet-Providers mit 1,4 Millionen bis Ende September durchaus erwartungsgemäß ausgefallen. Der Umsatz habe sogar knapp über den Erwartungen gelegen. Diese Gesamtentwicklung bewerteten die Analysten als sehr überzeugend. Deswegen werde das Umsatzziel für das Gesamtjahr 2000 angehoben.

Auch die Analysten der Bankgesellschaft Berlin haben die Freenet-Aktien empfohlen. In einer erstmaligen Einschätzung gaben sie ein "Akkumulieren"-Votum. Sie begründeten ihre Einstufung mit der dynamischen Geschäftsentwicklung und dem historisch niedrigen Kursniveau des Internetanbieters.

(Chart / Firmenprofil)

BASF: Qualitätstitel mit Potenzial / "Kauf" (BfG-Bank)

Die BfG-Bank hat die BASF-Aktie (515 100) weiter zum "Kauf" empfohlen. "BASF-Aktien sind Qualitätstitel, die einen 'Global Player' in der Welt der Chemie repräsentieren, der sein Ertragspotenzial stetig verbessert", hieß es.

Beim Gewinn pro Aktie (EPS) rechnen die Analysten für das Jahr 2000 mit 2,15 Euro, für 2001 mit 2,60 Euro und für 2002 mit drei Euro. Das laufende Geschäftsjahr werde für BASF ein neues Rekordjahr. Das vergleichbare Ergebnis der Geschäftstätigkeit vor Sondereinflüssen solle um mehr als zehn Prozent steigen.

Die gute Geschäftsentwicklung dürfte sich trotz leichter Abschwächung bis ins nächste Jahr fortsetzen. Die Hauptwachstumsregion werde in 2001 im asiatisch-pazifischen Raum gesehen, wo BASF bereits gut positioniert sei.

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Lufthansa: Kursziel 30 Euro / "Outperformer" (Merck Finck)

Merck Finck hat die Aktie der Lufthansa (823 212) als "Outperformer" bestätigt. Wie die Analystin Pia-Christina Schulze in einer am Freitag veröffentlichten Studie mitteilte, rechnet sie für das laufende Jahr mit einem Gewinn pro Aktie (EPS) von zwei Euro, nachdem sie bisher von 1,85 Euro ausgegangen war.

Auch für die kommenden beiden Jahre setzte die Analystin ihre EPS-Erwartungen herauf, nämlich von zwei Euro auf 2,30 Euro für 2001 und von 2,10 Euro auf 2,60 Euro für das Jahr 2002. Das Kursziel der Aktie sieht Schulze bei 30 Euro (aktuell 25 Euro).

Das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres mit einem stark beschleunigten Gewinnwachstum sei für Lufthansa das stärkste Quartal überhaupt gewesen. Die kräftige Entwicklung der Gewinnmargen basiere auf der starken Nachfrage, positiven Währungseffekten und dem Wachstum in der Passagierbeförderung der First und Business Class und dürfte weiterhin für eine gute Gewinnentwicklung der Airline sorgen.

Darüber hinaus habe das "Star Alliance"-Netzwerk mit der Lufthansa als einem der Partner eine herausragende Position innerhalb der Branche. Angesichts der begrenzten Kapazität des Frankfurter Flughafens als dem deutschen Drehkreuz habe die Fluggesellschaft eine effektive Lösung gefunden und baut als zweites Kreuz den Flughafen in München auf.

Lufthansa will nach eigenen Angaben in den nächsten Jahren mehrere hundert Millionen Euro einsparen. Zum Beispiel werde das Unternehmen bis zum Jahr 2005 den Anteil der Online-Buchungen auf 25 Prozent erhöhen und damit Vertriebskosten von bis zu 100 Millionen Euro sparen.

(Chart / Firmenprofil)