Britannica.com Entlässt Mitarbeiter

Wissen ist Macht, sagt der Volksmund. Doch die Dotcom-Krise schreckt auch davor nicht zurück. Der Online-Arm der Encyclopedia Britannica hat über 16 Prozent seiner Mitarbeiter entlassen.

Chicago - Die werbefinanzierte Seite kämpft wie viele andere Internetanbieter darum, in die Gewinnzone zu kommen. Mit der Entlassung von Mitarbeitern will sich das Unternehmen gesundschrumpfen. Die Zahl soll auf 390 Mitarbeiter reduziert werden.

Britannica.om-Chef Dom Yannias sagte, das die Kündigungen eine Stufe im Plan seien, profitabel zu werden. Gerade die Turbulenzen bei den Dot.com-Firmen verlangten, schneller in die schwarzen Zahlen zu gelangen.

Britannica.com bietet die Version der Encyclopedia Britannica kostenlos im Netz an. Der Fundus der Encyclopedia Britannica wird dabei mit kurzen Rezensionen von 125.000 Websites und mit Artikeln aus mehr als 70 Magazinen ergänzt.

Weltweit beliebte Website für Wissen

Nach anfänglichen Problemen - die Site ist nach ihrem Launch geradezu überrannt worden und die Server konnten die große Zahl der Anfragen nicht bewältigen - gehört die Website nach einem Ranking von Nielsen/Netratings im September dieses Jahres zu den meistbesuchten 100 Websites weltweit.

Encyclopaedia Britannica hat seine gesammelte Datenfülle bereits seit Jahren im Internet angeboten. Für fünf Dollar im Monat konnten Internetnutzer das laufend aktualisierte Angebot im Netz nutzen.

Vor knapp einem Jahr schwenkte der Traditionsverlag mit seiner Internetstrategie um und öffnete das Portal gratis. Grund waren die spärlichen Abozahlen. Darauf hin beschloss das Haus seine Seiten durch Werbung zu finanzieren.

Britannica.com ist nicht das einzige Website im Netz die rundum Wissen vermittelt. Auch Microsoft hat eine Grundversion seiner Encarta-Enzyklopädie seit April kostenlos ins Netz gestellt. Und aus Deutschland sind bereits Brockhaus und Bertelsmann mit seinem Wissens-Portal im Netz aktiv.