Transrapid Und er fährt doch

Während in Deutschland noch über das umstrittene Objekt diskutiert wird, sind die Planungen in China weiter. In zwei Jahren soll die Magnetschwebebahn in Shanghai fahren. Geld spielt nur eine untergeordnete Rolle, heißt es.

Berlin - Nach Informationen des "Handelsblatts" ist die Machbarkeitsstudie abgeschlossen und wird am kommenden Montag vorgestellt. Die Zeitung beruft sich auf an dem Projekt beteiligte Unternehmen.

Die Finanzierung des rund zwei Milliarden Mark teuren Projektes spiele demnach "keine übergeordnete Rolle". Der chinesische Ministerpräsident Zhu Rongji hatte der Machbarkeitsstudie während einer Deutschlandreise im Juli zugestimmt, nachdem er an einer Probefahrt auf der Teststrecke im Emsland teilgenommen hatte.

Parallel zur technischen Vorprüfung verhandelten die Mitglieder des Transrapid-Konsortiums - Siemens AG, Thyssen-Krupp und Adtranz - bereits über den Auftrag für das Projekt.

China will demnach die rund 35 Kilometer lange Strecke vom Flughafen Pudong in die Innenstadt von Schanghai selbst bauen und zwei Drittel zur Finanzierung beisteuern. Unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen berichtete die Zeitung, die Verträge für das Transrapid-Projekt sollten am 15. Dezember in Peking unterzeichnet werden.

Von deutscher Seite sollten die Waggons, die Signaltechnik, die Antriebe und die Magnete für die bis zu 500 Stundenkilometer schnellen Schwebezüge kommen.