Analysten Empfehlungen am Vormittag

Goldman Sachs stuft DaimlerChrysler auf "Market Performer" herab. Die BfG-Bank empfiehlt BASF-Aktien zum "Kauf". Hornblower Fischer bewertet Credit Suisse Group auf "Akkumulieren".

Hamburg - Goldman Sachs hat DaimlerChrysler (710 000) von "Market Outperformer" auf "Market Performer" herabgestuft und auch das Kursziel von 75 Euro auf 50 Euro (aktuell 50,56 Euro) reduziert.

Die Analysten rechnen im Jahr 2000 bei dem Automobilkonzern nur noch mit einem Gewinn je Aktie (EPS) von 4,17 Euro. Ursprünglich gingen die Experten von 6,60 Euro aus. Für das kommende Jahr senkten sie ihre EPS-Schätzung von 4,73 Euro auf 3,94 Euro.

Die rückläufigen Prognosen reflektierten neben der steigenden Unsicherheit am nordamerikanischen Automobilmarkt auch die anhaltenden Probleme von Chrysler, hieß es. Bedenken, denen zufolge Chrysler im kommenden Jahr Verluste einfahren werde, erscheinen den Experten allerdings zu pessimistisch. Die Situation am Automarkt könne sich jederzeit ändern.

Zudem bewerten die Analysten den voraussichtlichen Wechsel in der Chrysler-Chefetage als positiv. Mit Dieter Zetsche als möglichem Chrysler-Chef gewinne die US-Tochter einen Mann mit internationalen Erfahrungen und guten Erfolgschancen bei neuen Unternehmenskonzepten. Allerdings wird sich die Aktie nach Ansicht von Goldman Sachs erst erholen, wenn Details des Restrukturierungsplans bekannt gegeben werden.

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BASF: Qualitätstitel / "Kauf" (BfG)

Die Analysten der BfG-Bank empfehlen BASF (515 100) zum "Kauf". Das hohe Expansionstempo des Konzerns im Bereich Akquisitionen und Ausbau der Standorte in diesem Jahr spiegele sich in der Bilanz. Die Finanzschulden hätten sich gegenüber dem Vorjahr auf 7,8 Milliarden Euro fast vervierfacht. Entsprechend sei die Eigenkapitalquote seit dem Jahresende 1999 von 47 auf 36 Prozent gesunken.

Im kommenden Jahr werde die Verschuldung aus dem Cash Flow aber abgebaut werden. Außerdem sollten die Investitionen in 2001 in etwa auf dem Niveau von 2000 (2,7 Milliarden Euro) bleiben.

2000 werde für BASF ein neues Rekordjahr. Das vergleichbare Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen wird nach Meinung der Analysten um über zehn Prozent steigen. Die gute Geschäftsentwicklung dieses Jahres dürfte sich trotz leichter Abschwächung bis in das nächste hinein fortsetzen. Die Hauptwachstumsregion im kommenden Jahr sehen die Analysten im asiatisch-pazifischen Raum, wo der Konzern bereits gut positioniert sei. BASF-Aktien seien Qualitätstitel, die einen "Global Player" in der Welt der Chemie repräsentierten, der sein Ertragspotential stetig verbessere.

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Credit Suisse: Gute Banker gehen / "Akkumulieren" Hornblower Fischer)

Hornblower Fischer stuft die Aktien des Schweizer Finanzkonzerns Credit Suisse Group von "Kaufen" auf "Akkumulieren" herab. Die Experten rechnen in der nahen Zukunft mit einer unterdurchschnittlichen Entwicklung beim Aktienkurs. Das rückläufige Investmentbanking-Geschäft in den USA ziehe die Investmentsparte Credit Suisse First Boston (CSFB) in Mitleidenschaft.

Darüber hinaus seien im Zuge der Integration der Investmentbank Donaldson, Lufkin & Jenrette (DLJ) einige hochrangige DLJ-Banker von Bord gegangen, hieß es. Es bleibe abzuwarten, ob noch weitere Banker die Gruppe verlassen werden. Zudem sei die Ausrichtung auf das Geschäft mit High-Yield-Bonds durch die Übernahme von DLJ nun risikoreicher. Gleichzeitig werde der Konzerngewinn im laufenden Jahr durch einen Restrukturierungsaufwand von 850 Millionen Dollar deutlich belastet.