Dresdner Bank Greift nach der Bank der Makler

Vorstands-Chef Bernd Fahrholz will die Mehrheit an der Lombardkasse übernehmen. Damit setzt er seine Strategie fort, mehr Service bei der Wertpapierabwicklung anzubieten.

Frankfurt am Main - Das Kreditinstitut stehe kurz vor dem Erwerb von mehr als 80 Prozent der Aktien der Lombardkasse, die Transaktionen in- und ausländischer Wertpapiere für über 200 Börsenmakler und Wertpapierhandelshäuser abwickelt, teilte er am Donnerstag mit.

Die Lombardkasse ist eine einzigartige Spezialbank im deutschen Markt mit über 75-jähriger Tradition. Gegründet wurde sie von Maklern und Banken. Sie bietet Dienstleistungen an in der Wertpapierabwicklung, -verwahrung, und -verwaltung.

Die Lobardkasse wird in diesem Jahr den Angaben zufolge etwa vier Millionen Wertpapiertransaktionen abwickeln. Derzeit befindet sich die Lombardkasse, die rund 80 Mitarbeiter beschäftigt, noch im Eigentum von mehr als 30 deutschen Banken. Die Mehrheit werde aber aussteigen, sagte ein Sprecher der Dresdner Bank.

Der Marktanteil der Lombardkasse liege bei gut 20 Prozent am gesamten Ordervolumen für Aktien. Bei den Kunden handele es sich um Makler, ausländische Kreditinstitute und kleinere Banken.

Der Unternehmensbereich Transaction Banking der Dresdner Bank bietet den Angaben zufolge Services im Wertpapiergeschäft an und bündelt Vertrieb, Produktion und die dazugehörige Informationstechnologie unter einem Dach.