Charttechnik Schicksalswoche am Neuen Markt

Technische Analysten zeichnen ein düsteres Bild für die Wachstumswerte. Dem Nemax-50 wird ein Fall auf 2500 Punkte vorausgesagt. Anleger brauchen auch in den kommenden Wochen noch starke Nerven.

Frankfurt am Main - Nach Ansicht des Charttechnikanalysten der WGZ-Bank Stephen Schneider befindet sich die Wachstumsbörse Neuer Markt in einer schicksalsträchtigen Woche. Sollte die massive Widerstandsmarke von 4000 Punkten im Nemax-50 nicht halten, könne der Index im schlechtesten Fall bis auf 2500 Punkten einbrechen.

Die Kurserholung am gestrigen Dienstag sei lediglich eine idealtypische technische Reaktion auf die am Montag, im Zuge des Kurseinbruchs, entstandene Chartlücke (Gap). Daher sei vor allem der heutige Handelstag für die weitere Entwicklung des Marktes entscheidend, erläuterte Schneider.

Sollte es dem Index gelingen, über der massiven Widerstandsmarke von 4000 Punkten zu schließen, sei es wahrscheinlich, dass der Nemax-50 wieder bis zu seinem jüngsten zyklischen Hoch bei etwa 4800 Punkten steige.

Nach Ansicht des Experten sei diese positive Variante aber wenig wahrscheinlich. Eher deuten die Indikatoren Richtung Süden und zeichnen ein düsteres Bild für den weiteren Verlauf des Technologie-Index.

Der Elliott-Wellen-Theorie zufolge, seien aber weitere drastische Kursverluste eher wahrscheinlich. Mögliches Ziel dieses Szenarios seien 2500 Punkte, sagte Schneider. Wobei dieses Ziel unter starken Schwankungen erreicht werde.

Spätestens bis zum Wochenschluss sollte der Index die 4000 Marke signifikant überschritten haben, ansonsten würden weitere deutliche Kursverluste folgen.