Analysten Empfehlungen am Vormittag

Commerzbank Securities empfiehlt Medigene zum "Kauf". JP Morgan bewertet Volkswagen als "Market Performer". Hornblower Fischer empfiehlt Porsche zum "Kauf".

Hamburg - Commerzbank Securities empfehlen Medigene (502 090) nach einer ersten Beurteilung zum "Kauf". Die Analysten nennen ein Kursziel von 120 Euro (aktuell 93 Euro). Seit dem Börsengang an den Neuen Markt im Juni 2000 habe das Biotechnologie-Unternehmen "gute Fortschritte" gemacht.

Neue therapeutische Methoden seien im Bereich Herzerkrankungen entwickelt worden und die klinischen Studien für die Tumor-Impfstoffe gegen Gebärmutterhalskrebs hätten bereits begonnen. Außerdem werde Medigenes Lizenzposition auf dem Gebiet der Kardiologie durch die beabsichtigte Übernahme der amerikanischen Neuro Vir Therapeutics weiter gefestigt.

Die Analysten erwarten den Breakeven bei Medigene im Jahr 2004. Sie gehen davon aus, dass ein Krebsmedikament von Neuro Vir im Jahr 2002 lizenziert wird und Neuro Vir dafür die Entwicklungskosten übernimmt.

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Volkswagen: Gewinnprognose erhöht / "Market Performer" (JP Morgan)

JP Morgan erhöht die Prognose für den Gewinn je Aktie (EPS) von Volkswagen (766 400). Für das laufende Jahr korrigieren die Analysten ihre bisherige Prognose für das EPS von 4,3 Euro auf 4,4 Euro und im Jahr 2001 von 4,8 Euro auf 5,2 Euro. Die Experten bleiben bei ihrer Einstufung als "Market Performer". Den angemessenen Wert je Aktie schätzen die Analysten auf 55 Euro.

Bei der Aktie hat der Markt nach Einschätzung der Analysten nur auf die positiven Nachrichten reagiert, während die negativen Faktoren vom Markt ignoriert würden. JP Morgan empfiehlt zwar nicht die Aktie zu verkaufen, jedoch sehen die Analysten auch kaum Gründe, die Aktie zum Kauf zu empfehlen. Es sei zudem zweifelhaft, ob die positiven Faktoren einträfen. Zudem seien der Großteil der positiven Meldungen nach Einschätzung der Investmentbank bereits im Kurs eingepreist.

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Porsche: Auf der Überholspur / "Kauf" (Hornblower Fischer)

Hornblower Fischer empfiehlt Porsche (693 773) zum Kauf. Der Sportwagenbauer fährt nach Meinung der Analysten weiterhin auf der Überholspur. So sei im abgelaufenen Geschäftjahr 1999/2000 (31. Juli) das Vorsteuerergebnis im Konzern um 21,5 Prozent auf 848,5 (Vorjahr: 698,2) Millionen Mark erhöht worden. Der Jahresüberschuss hätte sich auf 410,7 (Vorjahr: 373,3) Millionen Mark erhöht.

Das gute Ergebnis sei um so bemerkenswerter angesichts der gestiegenen Entwicklungskosten für die dritte Modellreihe. Aufgrund guter Nachfrage nach den beiden Modellreihen Boxter und 911 könne der Konzern den Absatz um 10,9 Prozent auf 48.797 Fahrzeuge und den Umsatz um 15,4 Prozent auf 7,134 Milliarden Mark steigern.

Der schwache Euro unterstütze diese Wachstumsdynamik. Auch für das laufende Geschäftsjahr würde der Vorstand positive Umsatz- und Ertragsperspektiven sehen. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 25 für 2001 sei Porsche an der Börse zwar deutlich höher bewertet als andere deutsche Autoschmieden. Doch erscheine dies aufgrund des wertvollen Markennamens, des guten Managements und der seit Jahren anhaltend hohen Wachstumsraten gerechtfertigt. Für weiteren Kursauftrieb könne bei der optisch sehr teuren Aktie demnächst auch ein Split sorgen.