EADS Schlechter Schnitt beim Verteidigungsbereich

Airbus und der starke Dollar bringen das Unternehmen voran. Das Wachstum hat die Erwartungen der Vorstandschefs Philippe Camus und Rainer Hertrich übertroffen.

Amsterdam/München - In den ersten drei Monaten seit dem Zusammenschluss habe das Unternehmen einen Umsatz von 5,285 Milliarden Euro erzielt, teilte EADS am Mittwoch mit.

Nach Angaben der beiden Vorstandschefs Philippe Camus und Rainer Hertrich liegt das Ergebnis damit über den eigenen Prognosen. Vor allem die Nachfrage nach dem Airbus sei höher als EADS erwartet habe. Das internationale Unternehmen wird nach eigenen Angaben die Fertigungskapazität des Flaggschiffes weiter ausbauen.

Seit Jahresbeginn liege der Umsatz bei insgesamt fast 16 Milliarden Mark, wobei das erste Halbjahr auf Proforma-Basis berechnet worden sei. Begünstigt wurde die Zwischenbilanz laut EADS bis einschließlich September von der Stärke des US-Dollars im Vergleich zum Euro. Dies habe den unter den Erwartungen liegenden Umsatz des Verteidigungsbereichs ausgeglichen.

Camus und Hertrich freuten sich nach eigenen Angaben insbesondere über den anhaltenden Erfolg der Airbus-Tochter. Der Auftragsbestand habe Ende September bei über 120 Milliarden Euro gelegen.

Insgesamt seien zwischen Juli und September Aufträge in Höhe von 7,3 Milliarden Euro eingegangen. Neben dem Airbus seien vor allem die Hubschrauber NH90 und Tiger große Verkaufserfolge.

EADS entstand am 10. Juli durch den Zusammenschluss der französischen Aerospatiale Matra mit DaimlerChrysler Aerospace und der spanischen CASA. EADS ist nach eigenen Angaben weltweit der drittgrößte Luft- und Raumfahrtkonzern mit rund 87.000 Mitarbeiter.