Funkwerk Börsengang mit ordentlichem Zeichnungsgewinn

Der Hersteller für Mobilfunksysteme ist doch noch erfolgreich am Neuen Markt gestartet. Zuvor musste jedoch die konsortialführende BHF-Bank den Zuteilungspreis senken.

Frankfurt am Main - Funkwerk sind am Mittwoch mit deutlichen Emissionsgewinnen am Frankfurter Wachstumssegment Neuer Markt gestartet. Nachdem die Aktien am unteren Ende der Bookbuilding-Spanne (19 bis 22,50 Euro) zu 20 Euro zugeteilt worden waren, eröffneten sie am Morgen mit einem Kurs von 23,50 Euro. Dies entspricht einem Zeichnungsgewinn von fast 17,5 Prozent.

Im Mittagshandel wurden für eine Funkwerk-Aktie auf Xetra 22,71 Euro bezahlt.

Aufgrund geringer Nachfrage hatte die konsortialführende BHF-Bank den Zuteilungspreis für die insgesamt 2,25 Millionen zur Zeichnung zugelassenen Aktien gesenkt. Nach Angaben des Unternehmens verbleiben 62,6 Prozent der Anteile bei der bayerische Hörmann-Gruppe (Kirchseeon).

Im Streubesitz werden sich 32,7 Prozent der Anteile am Grundkapital von 7,19 Millionen Aktien befinden. Wobei mehr als ein Viertel der Anteilsscheine an Privatanlegern zugeteilt worden seien.

Funkwerk ist auf Mobilfunksysteme für Verkehrs- und Logistikunternehmen spezialisiert. Zu den Kunden gehört unter anderem die Deutsche Bahn. Zweites Standbein sind Freisprechanlagen und Verstärkertechnik für die Automobilindustrie.

Das Unternehmen beschäftigt zur Zeit rund 270 Mitarbeiter. In diesem Jahr wird bei einem Umsatz von 37,5 Millionen Euro ein operatives Ergebnis von etwa 3,8 Millionen Euro erwartet.

Bis 2003 soll sich der Umsatz mehr als verdoppeln und die Zahl der Mitarbeiter auf über 400 steigen. Mit den Einnahmen aus dem Börsengang sollen neue Marktsegmente erschlossen und der internationale Vertrieb ausgebaut werden.