DaimlerChrysler Aktie sinkt nach Vorstands-Spekulationen

Konzern-Lenker Jürgen Schrempp will durchgreifen und die US-Tochter wieder in die Gewinnzone fahren. Ein neuer Chrysler-Chef soll dabei helfen. Die Märkte bewerten den Schritt jedoch skeptisch und lassen die Aktie fallen.

Frankfurt am Main - Medienberichte über eine mögliche Ablösung des Chrysler-Chefs des deutsch-amerikanischen Autobauers DaimlerChrysler haben am Mittwoch die Aktie des Unternehmens kräftig unter Druck gesetzt.


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Das Papier des im Dax notierten Unternehmens gab bis 11.30 Uhr 2,65 Prozent auf 53,25 Euro nach.

Zuvor hatte es in Medienberichten geheißen, der bisherige Chrysler-Chef James Holden solle durch Dieter Zetsche, bisher im Vorstand der DaimlerChrysler für Nutzfahrzeuge zuständig, abgelöst werden. DaimlerChrysler wollte dies allerdings nicht bestätigen.

Christine Bredehöft, Analystin für Automobilaktien bei der DG-Bank, sagte, die Nachricht lasse möglicherweise unter den Investoren die Vermutung aufkommen, die Chrysler-Zahlen zum vierten Quartal könnten noch schlechter aussehen als erwartet.

"An sich ist es als positiv zu werten, dass es zu einem Wechsel an der Chrysler-Spitze kommen soll", sagte sie. Dann könne man davon ausgehen, dass der neue Chef besser durchgreifen kann als sein US-Vorgänger".

Ende Oktober hatte DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp mitgeteilt, nach einem verlustreichen dritten Quartal für Chrysler im vierten Quartal mit einer Rückkehr der Sparte in die Gewinnzone zu rechnen.