Infomatec Mit I-TV aus der Krise

Das angeschlagene Unternehmen hat ein umfassendes Konzept vorgelegt. Kernpunkt ist das interaktive Fernsehen. An der Börse kam die Nachricht gut an. Der Aktienkurs legte deutlich zu.

Augsburg - Im Rahmen der angekündigten Fokussierung auf die Kerngeschäftsfelder würden zudem strategische Partner gesucht, die die Segmente Globale Informationssysteme (GIS) und Application Service Providing (ASP) "auf dem Weg in die Selbstständigkeit" begleiten, teilte das am Neuen Markt notierte Unternehmen am Montag weiter mit.

Alle anderen, nicht zum Kerngeschäft gehörenden Beteiligungen würden verkauft. Ziel des Unternehmens sei es, im Bereich Interaktives Fernsehen (I-TV) führender Anbieter zu werden.

Zu diesem Zweck soll die von Infomatec entwickelte "CrossTV-Technologie" weiter entwickelt und in diesem Zusammenhang eng mit den Konzerntöchtern Infomatec Media AG und Infomatec IAS GmbH zusammengearbeitet werden.

Die im September angekündigten Maßnahmen zur Liquiditätssicherung des Unternehmens wie beispielsweise die "Anpassung der Personal- und Kostenstrukturen" seien eingeleitet und würden "voll im Plan" liegen, hieß es.

Vor zwei Wochen hatte das Software-Unternehmen den Verkauf seiner knapp 33-prozentigen Beteiligung an der Düsseldorfer Wapme Systems bekannt gegeben.

Bis zum Jahresende hat Infomatec einen Liquiditätsbedarf von insgesamt 37 Millionen Euro. Nach Unternehmensangaben liegen Zusagen von neuen Investoren im Volumen von über 20 Millionen Euro vor.