Analysten Empfehlungen am Vormittag

Die Bankgesellschaft Berlin empfiehlt Fresenius zum Kauf. ABN stuft die Aktie der Deutschen Telekom auf "Hinzufügen". Die Hamburger Sparkasse bewertet die Papiere der Dresdner Bank auf "Halten".

Frankfurt am Main - Die Bankgesellschaft Berlin empfiehlt die Aktie von Fresenius (578 563) zum Kauf. Derzeit ist die Entwicklung des stark von der Dialysetochter FMC abhängig, berichten die Analysten. Allerdings werde die Bedeutung vor allem des Bereichs Kabi zunehmen.

In den ersten neun Monaten hätte Kabi erhebliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen verzeichnet. Die Präsentation der Wachstumsstrategie von Kabi (Infusionstherapie und Ernährungstherapie, Konzern-Umsatzanteil 18 Prozent) bewerteten die Analysten positiv. Kabi kündigte die Einführung neuer Produkte an und wolle vor allem die Expansion in so genannte Emerging Markets fortsetzen. Auf diese Weise habe Kabi bereits ihre Marktpräsenz in Polen, China, Korea, erheblich ausbauen können.

Kabi setze auf die Privatisierung der Gesundheitssysteme in diesen Ländern. Durch den frühen Einstieg versuche Kabi, sich Zeit- und Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Die Präsentation sei überzeugend gewesen. Die zunehmende Bedeutung anderer Bereiche werde die derzeit noch bestehende Dominanz von FMC vermindern und für zusätzliche Phantasien sorgen, sagen die Analysten.

Fresenius Vz. (Chart, 1 Jahr)

Deutsche Telekom: Kursziel 54 Euro / "Add " / (ABN Amro)

ABN Amro bestätigt die Aktie der Deutschen Telekom (555700) mit "add (hinzufügen)". Die niederländische Bank sieht das Kursziel bei 54 Euro. Zur Begründung hieß es, die Neun-Monats-Zahlen entsprechen den Erwartungen der Analysten.

Die Analysten haben ihre Einschätzung für das Jahr 2001 hinsichtlich des Ertrags nach oben korrigiert, und haben die Schätzung um ein Prozent auf 48,6 Milliarden Euro erhöht. Zudem rechnen sie mit einem Gewinnanstieg vor Zinsen, Steuern, Zu- und Abschreibungen von 15,7 Milliarden Euro - eine Erhöhung der alten Schätzung um 13 Prozent.

Allerdings werde der Nettogewinn für das kommende Jahr nach Ansicht der Experten gegen null tendieren. Das sei auf die beschleunigte Abschreibung und Rückstellungskosten in Höhe von vier Milliarden Euro zurückzuführen.

Dresdner Bank: Künftige Strategie entscheidend / "Halten" (Haspa)

Die Hamburger Sparkasse stuft Dresdner Bank (535 000) nach der Vorlage der Geschäftszahlen auf "Halten" ein. Ein Kursziel gibt es nicht. Analyst Frank Krause sagte, die vorgelegten Zahlen hätten ein wenig unter den Erwartungen gelegen. Da habe man vor allem die Folgen der gescheiteren Fusion mit der Deutschen Bank gesehen. "Die Nachteile der geplatzten Fusion werden auch in den kommenden Quartalsberichten noch zu sehen sein", sagte Krause.

Viel werde in den kommenden Monaten davon abhängen, für welche Strategie sich die Dresdner Bank entscheiden werde. Hätte die Fusion geklappt, so hätte sich das neue Geldinstitut sicherlich in Richtung Investment-Banking entwickelt, sagte der Analyst. Die Dresdner Bank müsse sich nun entscheiden, ob sie diesen Weg auch allein gehen wolle, oder ob sie sich neue Partner suchen solle.

Der Analyst glaubt, dass die Dresdner Bank ihr Ziel umsetzen wird, das Privatkundengeschäft auszugliedern und gegebenenfalls mit einem Partner zu betreiben, um die Fixkosten zu reduzieren. Dresdner-Bank-Großaktionär Allianz werde sich aber seiner Meinung nach auf eine Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank konzentrieren.

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