VW Der Lupo soll bleiben

Konzern-Lenker Ferdinand Piëch will seine führende Marktposition weiter ausbauen. Für die kommenden fünf Jahren plant er eine Verdopplung der Modellpalette.

Wolfsburg - Gleichzeitig dementierte er Berichte über eine angeblich geplante Aufgabe des VW-Modells Lupo. Als "blanken Unsinn" bezeichnete Konzernsprecher Klaus Kocks die angeblichen Gerüchte.

Das "Handelsblatt" hatte unter Berufung auf britische Automobilforscher berichtet, dass es keinen europäischen Ersatz für den Lupo zum Jahr 2006 geben werde. Volkswagen arbeite an einem Kleinwagen unterhalb des Lupo. Innerhalb des Konzernmodellprogramms bleibe dann für den Lupo kein Platz mehr. Kocks meinte dazu, der Lupo sei ein wichtiger Technologieträger bei VW. "Er ermöglicht die weitere Entwicklung einer ganzen Bandbreite von Motoren. Außerdem ist er ausverkauft."

Audi A4 soll verlorenes Terrain zurückerobern

Der Audi-Konzern will mit dem neuen A4, seinem absatzstärksten Modell, der Branchenflaute trotzen. Im kommenden Jahr wolle Audi den Marktanteil in Deutschland mit Hilfe des neuen A4 ausbauen, sagte Audi-Chef Franz-Josef Paefgen am Mittwochabend in Nizza.

Die neue Mittelklasse-Limousine stehe vom 24. November an bei den Händlern. 2001 will der Konzern mehr als 200.000 A4-Limousinen verkaufen, in den Folgejahren soll der Absatz laut Paefgen weiter erhöht werden. Der A4, vor 28 Jahren als Audi 80 an den Start gegangen, bringt dem Audi-Konzern etwa ein Drittel seiner Umsätze.

Marktanteil rückgängig

Audi hat derzeit, wie die meisten Konkurrenten auch, im Inland mit Absatzproblemen zu kämpfen. In den ersten neun Monaten verkaufte die VW-Tochter in Deutschland rund 176.900 Fahrzeuge, fast elf Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Auch 2001 rechnet Paefgen nicht mit einem spürbaren Aufschwung der Autokonjunktur hier zu Lande. Derzeit habe Audi im Inland einen Marktanteil von 6,7 Prozent. Wegen des A4- Modellwechsels sei der Wert seit 1999 um 0,1 Prozentpunkte gesunken. .

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