Dresdner Bank Gewinn rutscht unter die Milliardengrenze

Das Bankgeschäft ist teuer. Nach Extra-Zahlungen an absprungwillige Investmentbanker, den Kosten für einzusparende Abteilungen und Rückstellungen für wackelige Kredite ging der Gewinn um 25 Prozent zurück.

Frankfurt am Main - Der Gewinn vor Steuern fiel im Vergleich zu den ersten neun Monaten 1999 um 25 Prozent oder 303 Millionen Euro niedriger aus. In diesem Jahr verdiente die Bank 911 Millionen Euro und blieb damit wieder unter der Milliardengrenze.

Das Ergebnis sei vor allem durch "Aufwendungen zur nachhaltigen Sicherung der Wettbewerbsposition" in Höhe von 489 Millionen Euro belastet worden, teilte die Dresdner Bank mit.

Dahinter verbergen sich Sonderzahlungen an Banker, die das Institut unbedingt halten will. Viele hatten nach den geplatzten Fusionsversuchen Zweifel an der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Bank und wollten gehen.

Ein tiefes Loch riss daneben ein "Restrukturierungsaufwand" von 330 Millionen Euro in die Kasse. 799 Millionen Euro wurden in die Risikovorsorge für mögliche wackelige Kredite investiert.

Dieses Ergebnis lag unter den Erwartungen der Analysten. Die Bank konnte aber unter dem Strich wegen einer niedrigeren Steuerquote einen Gewinn nach Steuern erzielen, der über den Prognosen der Experten liegt.

Nach Steuern verzeichnete die Bank einen Rückgang um 17,5 Prozent auf 592 Millionen Euro. Im Vorjahr betrug er 718 Millionen Euro. Hier hatten Experten einen etwas stärkeren Rückgang prognostiziert.

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