Allianz Münchener gehen an die New Yorker Börse

Aufatmen kann Konzernchef Henning Schulte-Noelle. In letzter Minute erhielt der Versicherer die Zulassung für den Aktienhandel an der New Yorker Börse. Das US-Aktiengeld erleichtert Übernahmen.

New York/München - Vor der US-Börsenaufsicht (SEC) ist auch ein Weltkonzern wie die Allianz ganz klein. Monatelang mussten die Münchner mit der SEC verhandeln. Dabei ließn die New Yorker bis zuletzt offen, ob und wann es mit dem Börsenstart in New York klappen werde.

Andere deutsche Unternehmen wie die Dresdner Bank hatten aufgrund der zähen Verhandlungen bereits das Handtuch geworfen. Die Deutsche Bank will es noch einmal versuchen.

Wäre die Zulassung nicht in diesen Tagen erteilt worden, hätte die Allianz mit dem Listing in den USA bis Mai 2001, dem Ende des nächsten Geschäftsjahres, warten müssen. Diesen Termin hatten die Münchner auch einkalkuliert: "Bis Ende 2001" hieß es immer wieder aus der Konzern-Zentrale.

Jetzt darf die Allianz-Aktie bereits heute an der New Yorker Börse starten. Das Unternehmen hatte zuvor seine Rechnungslegung auf US-Standards umstellen müssen. Die Börsenaufsicht verlangte außerdem noch weitere Angleichungen an die in den USA üblichen Vorschriften.

Der Aktienhandel in New York bringt das Allianz-Papier nicth nur in das Blickfeld der großen Investoren auf dem größten Anlegermarkt der Welt. Sie versorgt die Münchner auch mit einer begehrten Tauschwährung: Das Papier kann nun eingesetzt werden, um Übernahmen zu finanzieren.

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