United Internet Profitiert von Übernahmespekulationen

Die Aktien von United Internet sind in den Fokus der Anleger gerückt. Anlass gaben Übernahmespekulationen durch T-Online. Die Kurse der Beteiligungsgesellschaft stiegen an.

Frankfurt am Main - Wie das Anlegermagazin "Telebörse" schreibt, plant der Deutsche Telekom-Chef Ron Sommer für die Tochter T-Online den United Internet-Vorstandsvorsitzenden Ralph Dommermuth und mit ihm das gesamte Unternehmen zu übernehmen.

"Gute Ergänzung zum T-Online Portfolio"

Der Aktienkurs von United Internet stieg bis 13.30 Uhr um 16,75 Prozent auf 8,85 Euro. Die Papiere von T-Online lagen hingegen mit 1,18 Prozent bei 24,20 Euro leicht im Minus.

Die Übernahme von United Internet würde nach Einschätzung des Düsseldorfer Aktienhändlers Marcus Hoerner von Lang & Schwarz das Portfolio von T-Online gut ergänzen. Vor allem die vielfältigen Beteiligungen, die die Internet-Holding in die Fusion einbrächte, seien sehr interessant. So halte das Unternehmen an nahezu 20 Tochtergesellschaften Anteile, wie zum Beispiel an der AdLink oder an Jobs & Adverts.

Damit könnte der Darmstädter Online-Provider sein Defizit bei Inhalten für das globale Netz beseitigen, dass ihm Analysten seit langem vorwerfen, fügte Hoerner hinzu. T-Online würde sowohl Content als auch eine große Zahl an Kunden übernehmen.

United Internet derzeit ein Schnäppchen

Bisher seien dies aber reine Spekulationen und der Kaufpreis spiele eine entscheidende Rolle. Angesichts des niedrigen Aktienkurses von United Internet, könnte das Unternehmen kaum an einer Übernahme interessiert sein. Da müssten schon deutliche Aufschläge gezahlt werden. Dommermuth schätze United Internet auf einen Marktwert von rund 1,2 Milliarden Euro. Derzeit sei das Unternehmen an der Börse aber lediglich 400 Millionen Euro wert.

Falls sich die Spekulationen aber in der nächsten Zeit verdichten, wäre nach Meinung Hoerners T-Online das interessantere Investment. Durch die Übernahme würde sich die Marktposition von T-Online deutlich verbessern und Großanleger würden eher in das Marktschwergewicht investieren als sich den Kursschwankungen bei dem kleineren Wert auszusetzen.

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