Nintendo Pokémon-Fieber vorbei

Der japanische Videospiele-Konzern will offenbar mehrere Standorte in Europa schließen. Der Verkauf von Pokémon-Spielen läuft langsamer als schleppend.

Frankfurt am Main - Von dem Umbau seien Standorte in Deutschland, England, Österreich und der Schweiz betroffen, berichtet das "Handelsblatt". In der Europazentrale im bayerischen Großostheim drohe rund der Hälfte der Mitarbeiter die Entlassung, hieß es weiter.

Hintergrund der Entlassungen ist ein Umsatzeinbruch bei den neuesten Pokémon-Videospielen, die zum Teil bis zu 90 Prozent hinter den Erwartungen zurückgeblieben sein sollen. Nach Angaben der Zeitung ist auch der deutsche Lizenznehmer EM.TV mit dem Absatz der Pokémon-Artikel "sehr unzufrieden".

Der Deutschland-Geschäftsführer von Nintendo, Axel Herr, wollte die Zahlen zunächst nicht bestätigen, räumte aber ein, dass ein Stellenabbau unumgänglich sei. "Dieser Schritt fällt uns nicht leicht", sagte er, "aber für die Zukunft des Gesamtunternehmens konnten wir keine andere Entscheidung treffen."

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.