DEA Begehrter Partner

Die Mineralöl-Tochter des Energieversorgers RWE wird umworben. Nach der BP-Gruppe streckt nun Royal Dutch/Shell seine Fühler aus. Den Essenern kommt das Interesse des niederländisch-britischen Multis gerade recht.

Düsseldorf - Bisher galt BP als Favorit auf eine Partnerschaft mit Dea. Doch die Verhandlungen mit dem britischen Ölkonzern Briten über ein Joint-Venture gestalten sich schwierig.

Zwar wollte Pieter Berkhout, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutsche Shell GmbH, offizielle Verhandlungen mit RWE-Dea nicht bestätigen. Doch machte er deutlich, dass sein Unternehmen seine Position auf dem deutschen Markt erweitern wolle. "Wir können uns jede Möglichkeit, auch die der Kooperation, vorstellen", sagte Berkhout.

Shell hatte sich in den vergangenen Monaten nicht an den Fusionsaktivitäten in der Branche beteiligt. Durch die Gewinne aus dem Ölfördergeschäft hat der Multi genug Mittel, um einkaufen zu gehen.

RWE und Shell arbeiten schon heute als gemeinsame Eigentümer der Thyssengas zusammen. Bei einem Zusammenschluss würden Shell und RWE-Dea bei der Öl-Verarbeitung (33 Millionen Jahrestonnen) und dem Tankstellennetz (3216 Stationen) die Nummer eins in Deutschland werden.

Auch einer späteren vollständigen Übernahme von Dea durch Shell würde RWE aufgeschlossen gegenüberstehen, meldete das "Handelsblatt" mit Hinweis auf RWE-Kreise.

Für die beiden großen deutschen Energieversorger RWE und Eon spielt das Ölgeschäft bei ihren Geschäftsaktivitäten eine untergeordnete Rolle. Das haben RWE-Chef Dietmar Kuhnt und sein Eon-Kollege Ulrich Hartmann immer wieder betont. Deshalb suchen sie dringend für ihre Töchter Dea und Veba Öl/Aral attraktive internationale Partner.

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