Brain International Weiter im Sturzflug

Die Papiere des Unternehmens werden vom Markt weiter abgestraft. Die Börse quittiert die Ankündigung von Verlusten mit Kursabschlägen um die 40 Prozent.

Frankfurt am Main - Der am Neuen Markt notierte Anbieter von Softwarelösungen teilte am Dienstag nach Börsenschluss mit, das operative Betriebsergebnis habe in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres minus 49,7 Millionen Mark betragen, nach minus 11,7 Millionen im Vorjahr. Das Unternehmen plant jetzt für das Gesamtjahr 2000 einen operativen Verlust von 24 Milionen Mark ein.

Die Börse straft diese Nachrichten deutlich ab. Zuletzt notierte das Papier weiter mit Verlusten von rund 40 Prozent auf fünf Euro.

Umstrukturierung kostete mehr Geld

Der Vorstand führe das enttäuschende Geschäftsergebnis zum einen auf eine anhaltende Investitionszurückhaltung bei ERP-Lösungen zurück, teilte Brain mit. Zum anderen hätten im laufenden Geschäftsjahr erhebliche außerplanmäßige Aufwendungen im Zusammenhang mit Umstrukturierungsmaßnahmen angefallen. Derzeit führe Brain vielversprechende Verhandlungen mit einem möglichen Investor, hieß es weiter.

Der Verlust je Aktie betrug 2,52 Euro (Vorjahr: minus 0,52). Der Umsatz habe sich auf 166,5 (Vorjahr 165,1) Millionen Mark belaufen. Auch der Umsatz blieb nach Angaben von Brain hinter den Erwartungen zurück.

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