Singapore Airlines Jumbo-Jet ging in Flammen auf

Beim Absturz einer Passagiermaschine auf dem Flughafen von Taiwan sind am Dienstagabend 78 Menschen ums Leben gekommen. Ein deutscher Passagier soll verletzt worden sein.

Taipeh - Alle Leichen seien geborgen worden, teilte die Luftfahrtbehörde am Mittwoch in Taipeh mit. 85 Menschen seien verletzt. Einige von ihnen hätten derart schwer Verbrennungen, dass die Opferzahl möglicherweise weiter steigen werde. An Bord der Boeing 747-400 der Singapore Airlines mit Ziel Los Angeles waren 159 Passagiere und 20 Besatzungsmitglieder.

Ursache noch ungeklärt

Das Auswärtige Amt in Berlin korrigierte seine früheren Angaben, unter den Toten sei auch ein Deutscher und stellte klar, ein deutscher Fluggast sei verletzt worden. Die meisten Reisenden stammten der Fluglinie zufolge aus den USA und Taiwan. Das Flugzeug war unmittelbar nach dem Start abgestürzt und explodiert.

Die Maschine war aus bislang ungeklärter Ursache abgestürzt. Möglicherweise kollidierte das Flugzeug beim Start mit einem Hindernis. Die Fluggesellschaft hatte mitgeteilt, der Pilot der verunglückten Boeing habe von einer Kollision mit einem auf der Startbahn liegenden Gegenstand berichtet. Ein am Unglücksort gefundenes Rad, das nicht zur Maschine gehöre, werde derzeit untersucht, sagte ein Sprecher der Fluglinie.

Unglück ereignete sich bei stürmischem Wetter

Es sei sehr unwahrscheinlich, dass das Wetter oder ein mechanischer Schaden für die Explosion verantwortlich seien. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschten in Taipeh heftiger Sturm und Regen. Der Wetterdienst hatte eine Taifun-Warnung ausgegeben.

Der zivilen Luftfahrtbehörde zufolge ging die Maschine kurz nach dem Abheben in Flammen auf. Die Wetterbedingungen hätten Starts und Landungen erlaubt. Augenzeugen berichteten, Sekunden nach dem Start sei das Flugzeug abgesackt, auf dem Boden aufgeschlagen und in einem Feuerball explodiert.

Überlebende berichteten, nur Sekunden nach dem Start sei das Flugzeug heftig ins Schlingern geraten. Ein Feuerball sei vom Cockpit aus durch das Flugzeug gerast. Der Flugzeughersteller Boeing schickte am Mittwoch nach eigenen Angaben Ermittler nach Taipeh, die die Unglücksursache ermitteln sollen. Nähere Informationen lagen zunächst nicht vor. Der internationale Tschiang-Kai-Schek-Flughafen wurde nach einigen Stunden Schließung am Mittwochmorgen wieder geöffnet.

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