Analysten Empfehlungen am Vormittag

Lehman Brothers hat RWE auf "Neutral" herabgestuft. Metzler empfiehlt die EADS-Aktie mit einem Kursziel von 27 Euro zum Kauf. Die LBBW hat Ericsson von "Outperformer" auf "Marketperformer" herabgestuft.

Frankfurt am Main - Lehman Brothers hat die Aktie des Energieriesen RWE (703 703) von "Outperform" auf "Neutral" herabgestuft. Der Titel habe im vergangenen Monat um etwa 15 Prozent zugelegt und erreichte mit 46,10 Euro den höchsten Stand seit zwölf Monaten, hieß es. Die guten Nachrichten seien nun allerdings in die Aktie eingepreist.

Der Anstieg des Versorgertitels reflektiere das Vertrauen der Investoren in das Unternehmen, hieß es weiter. Die Fokussierung auf das Geschäftsfeld Versorgung zeige die radikale Umstrukturierung des Konzerns und der Kauf des britischen Wasserversorgers Thames Water. Zudem sparten die Essener mit ihrem ambitionierten Programm Kosten ein.

(Chart / Firmenprofil)

EADS: Kursziel 27 Euro / "Kauf" (Metzler)

Metzler hat das Kursziel der EADS-Aktie (938 914) von 22 Euro auf 27 Euro (aktuell 23,80 Euro) heraufgesetzt. Die gegenwärtige Kaufempfehlung wird beibehalten.

Die zuständige Analystin begründete das neue Kurziel mit den guten Halbjahreszahlen und dem sehr guten Ausblick, den der EADS-Konzern in der vergangenen Woche vorgestellt habe. Den größten Anteil am Gewinn mit rund 90 Prozent trage dabei die Airbus-Sparte.

Hier sei das Geschäft besser als erwartet gelaufen. Die Nachfrage nach Airbus-Flugzeugen fiele größer aus, als von EADS geschätzt. Und so werde das Unternehmen die Produktionskapazitäten ausbauen.

In der Konzernsparte Airbus reichen die Bestellungen noch für die nächsten vier Jahre. Die Gewinne aus dem Airbus-Geschäft werde der Konzern zum Ausbau anderer Unternehmensbereiche nutzen. Nach Ansicht der Analystin werde der Boom bei den Airbus-Flugzeugen noch "fünf bis sechs Jahre" anhalten.

Aber auch in anderen Geschäftsbereichen verspreche der Auftragsbestand Gewinne ab dem Jahr 2002. Die Konzernsparte Airbus werde ab diesem Zeitpunkt nicht mehr den großen Anteil am Gesamtgewinn tragen, wie es derzeit der Fall sei.

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Ericsson: Prognosen korrigiert / "Marketperformer" (LBBW)

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat die Aktie des schwedischen Telekommunikations-Unternehmens Ericsson (850 001) von "Outperformer" auf "Marketperformer" herabgestuft. Wie die Bank am Dienstag in Stuttgart mitteilte, hat sie auch den Gewinn pro Aktie für das laufende Geschäftsjahr von 2,73 Schwedischen Kronen auf 2,34 Schwedischen Kronen nach unten revidiert und für 2001 von 3,65 Schwedischen Kronen auf 3,36 Schwedischen Kronen.

Die Analysten betrachten das Handy-Geschäft von Ericsson als einen "extremen Belastungsfaktor". Nach zwei Verlustquartalen in Folge prognostizieren sie für das laufende Quartal einen "Minusrekord". Ericsson habe nicht nur Probleme mit der Komponentenknappheit und dem Preisdruck.

Zusätzlich werden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 4,7 Milliarden Schwedischen Kronen den Verlust im Consumer-Geschäft auf 10,1 Milliarden Schwedischen Kronen steigen lassen, schätzen die Analysten. Trotz des "weiterhin prosperierenden" Netzwerk-Geschäfts dürfte Ericsson damit das vierte Quartal insgesamt "knapp negativ" abschließen.

(Chart / Firmenprofil)

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