Metro Beeindruckt Experten nicht

So richtig wird sich Konzernchef Hans-Joachim Körber über die neuesten Zahlen nicht freuen können. Trotz des Wachstums enttäuschte er die Analysten. Investmenthäuser stuften die Titel herab.

Düsseldorf - Deutschlands größter Handelskonzern bleibt auf Expansionskurs. In den ersten neun Monaten dieses Jahres steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 7,8 Prozent auf 64,6 Milliarden Mark. Wachstumsträger waren erneut die Cash&Carry-Sparte und die Elektronikmärkte der Media-Saturn-Gruppe, teilte der Konzern am Dienstag mit. Sorgenkinder blieben die Praktiker-Baumärkte, der Lebensmittelhandel und die Warenhäuser.

Erwartungen nur am unteren Ende erfüllt

Die Zahlen konnten die Börse allerdings nicht beeindrucken. Nach Händlerangaben setzten Gewinnmitnahmen den Kurs der Metro-Aktie unter Druck. Die Titel des Handelskonzerns verloren am Mittag im Xetra-Handel 4,75 Prozent und lagen bei 46,76 Euro. Analysten hatten ein Umsatzwachstum im Konzern von mindestens sieben Prozent vorausgesagt.

Obwohl die Prognosen voll erfüllt wurde, stufte die Investment-Bank Morgan Stanley Dean Witter das Papier auf "Neutral" von zuvor "Outperformer" herab. Gründe nannte das Institut nicht. Auch die Investmentbank Dresdner Kleinwort Benson reduzierte das Papier auf "Halten" von "Hinzufügen".

"Die Zahlen lagen zwar im Rahmen der Erwartungen der Analysten, allerdings am unteren Ende", sagte Stefan Reinhardt, Händler beim Investmenthaus Schröder Münchmeyer.

Die wichtigsten Säulen

Die Zahlen spiegeln deutlich die Internationalisierungs-Bemühungen des nach dem US-Konzern Wal Mart und der französischen Carrefour drittgrößten Handelskonzerns der Welt wider. Im Ausland stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten überdurchschnittlich um 16,3 Prozent auf 26 Milliarden Mark.

Der Auslandsanteil am Gesamtumsatz stieg von 38,7 auf 41,7 Prozent. Insgesamt betreibt die Metro inzwischen in 20 Ländern außerhalb Deutschlands 273 Cash&Carry-Märkte, 28 SB-Warenhäuser sowie 123 Fachmärkte.

Wichtigster Umsatzbringer der Metro-Gruppe waren erneut die Cash&Carry-Märkte, die ihren Umsatz in den ersten neun Monaten um 9,1 Prozent auf 29 Milliarden Mark erhöhten. Drei Viertel davon entfielen auf das Ausland. Deutlich zulegen konnten auch die Elektronikfachmärkte, die ihren Umsatz um knapp 28 Prozent auf zehn Milliarden Mark steigerten.

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