Politik Computer muss Bestandteil lebenslangen Lernens sein

Der Umgang mit dem Computer muss nach Überzeugung des rheinland-pfälzischen Sozialministers Florian Gerster (SPD) zum Bestandteil lebenslangen Lernens werden. Computer-Kenntnisse seien zur Schlüsselqualifikation für den Arbeitsmarkt geworden.

Mainz - Es gelte, die Beschäftigten auf die dynamische Entwicklung im Multimediasektor vorzubereiten und die Ausbildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen in der Branche zu verbessern, erklärte Gerster beim Multimediakongress 2000 der Landesregierung in Mainz.

Die Zahl der Arbeitsplätze in der Informationswirtschaft werde auf bundesweit etwa 1,7 Millionen Stellen geschätzt - mit steigender Tendenz. Für Rheinland-Pfalz bedeute dies eine Zahl von schätzungsweise 90.000 Arbeitnehmern in diesem Sektor.

Gefälle zwischen Akademikern und Haupt- und Realschul-Absolventen

Die Bundesregierung gehe davon aus, dass in der Informations- und Kommunikationsbranche bis zum Jahre 2010 bis zu 750.000 neue Arbeitsplätze entstehen werden. Die Ausbildung und Qualifizierung in diesem Sektor habe daher hohe Priorität, um einem Arbeitskräftemangel vorzubeugen. Vor allem für arbeitslose Menschen eröffne der Multimediabereich vielfältige Chancen.

Wichtig sei auch die Sicherstellung von Chancengleichheit. Es zeige sich ein Gefälle vor allem zwischen Akademikern und Menschen mit Haupt- und Realschulabschluss. Prognosen gingen davon aus, dass in den kommenden drei Jahren 90 Prozent der Abiturienten, aber nur 50 Prozent der Hauptschüler einen Internet-Zugang haben werden. Ziel der Landesregierung sei es, mit Aktionen wie "Klassen ins Internet" und der Aus- und Fortbildung für Lehrer die Beherrschung des Internet zum Teil der Allgemeinbildung zu machen.

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