Internetnutzung Autoverkauf über das Internet wird Ausnahme bleiben

Der Autoverkauf via Internet wird in nächster Zukunft eher die Ausnahme bleiben. Weniger als ein Prozent der Verbraucher ist bereit, einen Wagen übers Netz zu kaufen. Für sie dient das Internet vor allem als Informationsquelle.

München - Derzeit sind nur 0,7 Prozent der Verbraucher bereit ein Auto übers Netz zu erstehen. In Zukunft könnten es aber vier Prozent werden. Das ist ein Ergebnis einer Studie der Beratungsgesellschaft Cap Gemini Ernst & Young.

Bis dahin dürften die Autokonzerne das Internet nicht vernachlässigen, rät das Unternehmen. Für potenzielle Käufer sei es eines der wichtigsten Informationsmedien.

"Internet-Seiten zum Thema Auto entwickeln sich mehr und mehr zu einer zusätzlichen und langfristig profitablen neuen Dienstleistung sowohl für Händler als auch für Verbraucher", sagte Klaus Kaplaner, Vizepräsident bei der Beratungs-Gesellschaft.

Internetsuche nach günstigen Preisen

54 Prozent der Autonutzer wollten sich in den nächsten zwölf Monaten im Internet über neue Produkte informieren. In den europäischen Nachbarstaaten und den USA liegt der Anteil sogar noch höher. Die Suche nach dem günstigsten Preis sei dabei jeweils das Hauptmotiv für die Recherche. Cap Gemini befragte für die Studie 7000 Verbraucher in Europa und den USA.

Dabei zeigten sich die Autobesitzer grundsätzlich zufrieden mit ihren Händlern. In den vergangenen Jahren sei der Service verbessert worden. Die Händler dürften sich aber nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen und müssten die neuen technischen Möglichkeiten nutzen.

Auto mit eigenen Augen sehen

Hauptgründe, die gegen einen Autokauf über das Internet sprechen, sind der Studie zufolge der Wunsch nach persönlicher Beratung, das fehlende Einkaufserlebnis und das Bedürfnis, das Auto mit eigenen Augen zu sehen. Auch Zweifel an der Sicherheit des Zahlungsverkehrs im Internet seien oftmals ein Hemmnis.

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