Softing Geschäft verläuft nur schleppend

Das Softwarehause entwickelt sich zum Börsenflop. Seit der Emission hat der Kurs über 50 Prozent verloren. Nun schockt Softing mit einer Gewinnwarnung.

München - Nach einem enttäuschenden Geschäftsverlauf in den ersten neun Monaten rechnet das Softing in diesem Jahr nicht mehr mit einem Gewinn. Statt des eingeplanten Gewinns vor Steuern und Zinsen in Höhe von 3,2 Millionen Mark werde es wohl nur ein ausgeglichenes Ergebnis geben, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Die Umsatzprognose wurde von gut 42 auf etwa 36 Millionen Mark gesenkt. Softing ist ein Anbieter von Steuerungs- und Kommunikationstechnik für industrielle Anwendungen und den Automobilsektor.

Das Neue-Markt-Unternehmen ist seit Mitte Mai an der Börse. In den ersten neun Monaten erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 25,3 Millionen Mark und lag damit nach eigenen Angaben um ein Fünftel unter den Planzahlen. Der Verlust vor Steuern und Zinsen betrug in den ersten neun Monaten zwei Millionen Mark.

Das Unternehmen begründete die Verfehlung der Planzahlen mit einem "Auftragsstau, der durch den schwierigen Arbeitsmarkt für Softwareentwickler aufgetreten ist". Man benötige dringend weitere Fachkräfte.

Softing kam zu 14,50 Euro an die Börse. Nach einem Hoch bei 31 Euro sank der Kurs zuletzt auf weniger als sechs Euro. Allein am Dienstagmorgen verlor die Aktie knapp 20 Prozent.

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