Deutsche Telekom Mobilfunk bleibt der Wachstumsmotor

Konzern-Chef Ron Sommer hat die Erwartungen der Analysten erfüllt. Umsatz und Ergebnis sind deutlich gestiegen. Dies ist jedoch hauptsächlich auf Sondereinflüsse zurückzuführen.

Bonn - Die Deutsche Telekom hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres ihren Konzernüberschuss nach vorläufigen Berechnungen auf 8,4 Milliarden Euro gesteigert.

Für die Versechsfachung des Ergebnisses seien vor allem Sondereinflüsse, wie der steuerfreie Verkauf der Beteiligung an Global One und von Beteiligungen an mehreren regionalen Kabelgesellschaften verantwortlich, teilte das Unternehmen am Dienstag in Bonn mit.

Der Umsatz des ehemaligen Staatsmonopolisten sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14,5 Prozent auf 29,3 Milliarden Euro gestiegen. Ohne Neukonsolidierungen sei der Umsatz um 5,5 Prozent auf 17 Milliarden Euro gewachsen, sagte ein Unternehmenssprecher.

Die Zahl der Beschäftigten stieg seit Ende des dritten Quartals 1999 vor allem durch den Erwerb der Telefongesellschaft Slovenske Telekommunikacie um rund 14.300. Dem habe bei der Deutschen Telekom ein Personalabbau von rund 13.400 Stellen gegenüber gestanden.

Der Mobilfunkboom habe in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres unvermindert angehalten und zum Erfolg des Gesamtkonzerns beigetragen. Allein in Deutschland habe die Konzerntochter T-Mobil mit D1 seine Kundenzahl um sieben Millionen gesteigert.

Damit habe sich die Anzahl der Kunden bei T-Mobil zum 30. September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt. Insgesamt habe der Mobilfunkbereich durchschnittlich mehr als eine Millionen Kunden pro Monat hinzugewinnen können.

Die von der Telekom vorgelegten Zahlen liegen im Rahmen der Erwartungen von Analysten. Zu beachten sei, dass das gute Ergebnis hauptsächlich von Sonderpositionen beeinflusst wurde.

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