Comdirect "Nicht vergleichbar mit Bankfilialen"

Firmenchef Bernt Weber will sein Unternehmen mit Hilfe von Service-Centern aus der Anonymität herausholen. Daneben plant er den Einstieg ins Investment-Banking.

Berlin/Quickborn - Möglicher Partner bei den Service-Centern sei der Internet-Provider T-Online, der 25 Prozent der Comdirect-Aktien hält. Geplant sei ein Testlauf in drei unterschiedlich großen Städten ab Mitte nächsten Jahres, erklärte Weber in der Zeitung "Die Welt".

Für eine Kooperation mit T-Online würden die rund 350 Geschäftsstellen des Mutterkonzerns (T-Punkte) sprechen, die sich auch für den Online-Broker nutzen ließen.

Die Comdirect-Zentren sollen nach den Plänen Webers nichts mit typischen Bankfilialen zu tun haben. Er wolle eine "Online-Situation" schaffen, die dort nicht anzutreffen sei. Es komme daher nicht in Frage, in die Zweigstellen der Konzermutter Commerzbank mit einzuziehen.

Weber kündigte an, in das Investmentbanking-Geschäft einsteigen zu wollen. Einer Kooperation mit dem Konkurrenten Consors beim Aufbau einer Privatkunden-Börse in Berlin erteilte der Chef des Quickborner Unternehmens hingegen eine klare Absage.

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