Amazon Im Visier der Börsenaufsicht

Hat Firmengründer Jeff Bezos bei den Bilanzzahlen zuviel Kreativität bewiesen? Ungewöhnliche Buchführungs-Methoden haben das Interesse der New Yorker Börsenaufsicht erregt. Der Aktienkurs stürzt mal wieder ab.

New York - Das wöchentlich erscheinende Investorenmagazin "Barrons" hat die Buchführungsmethoden des Internet-Händlers kritisiert. Amazon soll Umsätze mit Geschäftspartnern verbucht haben, und dafür als Bezahlung Aktien erhalten haben.

Die ungewöhnliche Bilanzierung hat jetzt die Aufmerksamkeit der Behörden erregt. Der Fall wird von der New Yorker Börsenaufsicht (Securities and Exchange Commission) untersucht.

Die Aktie von Amazon könne nun nach Meinung von Carsten Jansing, Analyst bei Hornblower Fischer, erneut unter Druck geraten. Am Montag verlor das Papier bereits kräftig um bis zu zehn Prozent.

Amazon hatte erst in den vergangenen Tagen begonnen, sich von der Kurserosion zu erholen, die seit knapp einem Jahr an dem Wert des Web-Pioniers frisst. Auslöser der Trendwende waren die erstaunlich guten Quartalszahlen, die nun wiederum skeptisch betrachtet werden.

Das Jahreshoch der Amazon-Aktie im Nasdaq-Handel liegt bei 113 Dollar. Gestern wurde das Papier bei knapp über 30 Dollar notiert.